Der Kontinent möglichst groß oder möglichst klein und auf das Wesentliche beschränkt, das ist die Frage. Und Argumente gibt es dafür und dagegen. Ich denke, die Spielleitung sollte von Anfang an eine "Gesamtkarte" besitzen, damit die Erfindung von Ländern nicht ins Uferlose ausartet. Die vorgelegte Karte ist somit ein sehr gut brauchbare "Weltkarte". Der Vorteil ist, nichts kann nachträglich dazuerfunden werden, der äußere Rahmen steht fest. Dabei ist es unerheblich, ob IG die ganze Weltkarte bereits bekannt ist. Schöner wäre es natürlich, wenn man noch nichts Genaues über die anderen Kontinente wüßte. Die SL kann dann nach und nach Informationen streuen, um eine außenpolitische Dimension zu eröffnen.
Feststehen muss aber auch, welche Grenzen das bespielte Land hat, und zwar von Anfang an. Ein Teil des "mittleren Kontinents" wäre dafür ganz praktisch. Auch hier besteht später die Möglichkeit der SL, ein weiteres Stück Land an das bespielte anzuschließen. Auch aus praktischen Erwägungen ist die Vorgehensweise sinnvoll: Am Anfang wird es vermutlich nur eine Handvoll Spieler geben, die sich mit dem Spiel auseinandersetzen wollen. Ist das "Spielfeld" zu groß, dann macht sich jeder so breit wie möglich, aber Konkurrenzkampf, Reibereien und Intrigen bleiben auf der Strecke. Erst wenn mehr Spieler mitmischen, kommt es zu dem gewünschten "Politisieren". Nehmen wir jetzt im Anflug von Optimismus an, dass sich immer mehr Spieler anmelden, dann wird auch irgendwann der kritische Punkt erreicht sein, an dem das Land einfach zu eng wird. Dann liegt es an der SL, das bereits vorgezeichnete "Spielfeld" zu erweitern. Und wenn man auf Bekanntes zurückgreifen kann, wird der (unerwünschte) Storytelling-Streit vermieden, und konzentriert sich eher auf die (gewünschte) politische Auseinandersetzung. Ich hoffe, ich habe mich halbwegs klar ausgedrückt.