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Hallo zusammen,

In seinen letzten beiden Redebeiträgen hat Batu zwei wesentliche Themen angesprochen, die uns sicherlich in naher Zukunft noch ausführlicher beschäftigen werden.

1. Reichsprovinzen

Ich denke, wir sind uns alle einige, dass das Reich – wie im Mittelalter üblich – in verschiedene Provinzen, oder besser Reichslehen unterteilt sein wird. Die Verfassung sieht diese feudale Reichsstruktur dem Grunde nach bereits vor.

Viel interessanter ist daher die Frage, wie viele Reichsmarken es geben wird? Batu hat zwei Extreme benannt und sich anschließend für avrea mediocritas – also die goldene Mitte – entschieden. Er selbst hat ca. 5 Provinzen als Minimallösung beschrieben, ca. 20 als Maximallösung und hat sich selbst anschließend für ca. 13 Provinzen als Konsens ausgesprochen.

Ich persönlich würde zu weniger Provinzen tendieren, da ich bei einer zu großen Zersplitterung des Reiches dieselben Gefahren erblicke, welche einst den KR 2 belastet haben.

Verteilen sich zu wenige Spieler auf zu viele Provinzen, spielen sie bzgl. der einzelnen Provinzstorys nicht miteinander/gegeneinander, sondern nur nebeneinander. Interessant wird das Spiel aber nur dort, wo die Spieler miteinander interagieren, sei es durch Kooperation oder aber durch Konflikt. Wenn sich zwischen den Spielern aber keine (geografischen) Berührungspunkte ergeben, dürfte sich kaum der erhoffte Spielspaß einstellen. Denn letztlich schreiben wir ja die Storys nicht um unser selbst Willen, sondern weil wir hoffen, dass andere die Storys aufgreifen und wir sie letztlich gemeinsam fortschreiben.

Und insoweit ist die Situation durchaus mit dem KR 2 vergleichbar. Ob man nun allein ein ganzes Reich oder aber nur eine einzelne Reichsmark bespielt, ist da eigentlich nebensächlich. Ob man allein im Ausland oder aber allein im Inland spielt ist nicht wichtig.

Ich weiß nicht, mit wie vielen Spielern man bei Spielbeginn realistisch rechnen kann. Ich persönlich gehe von 15 bis 20 Spielern aus – aber das ist mehr ein Gefühl, als eine fundierte Prognose.

Wenn man nun aber bereits 13 Provinzen vorsieht, dürfte – bei gleichmäßiger Verteilung – in jeder Provinz nur ein Spieler in einigen Provinzen 2 Spieler aktiv sein. Sicher kein Idealzustand. Sollte es zu einer nicht gleichmäßigen Verteilung der Spieler auf die einzelnen Provinzen kommen, besteht sogar die Gefahr, dass einige Provinzen gar nicht bespielt werden.

Ich persönlich plädiere daher für die Minimallösung (5 Provinzen). Sollten sich die Spielerzahlen wie erhofft entwickeln, kann man die Anzahl der Lehen immer noch erhöhen und somit weitere Provinzen gründen. Das dürfte auch ig zu interessanten Konflikten führen.

2. Religion

Auch hier würde ich mich für ein kleines Pantheon aussprechen wollen – aus denselben Gründen wie gerade eben. Ein überschaubare Zahl an Göttern erleichtert das Zusammenspiel. Soweit es nun um die Gesinnung geht, bin ich dafür, das ganze Spektrum abzudecken. Ein gutmütiger Gott, eine ausgleichende Gottheit, sowie ein diabolischer Gott - als Kontrastpunkt. Das es hierdurch zu Konflikten innerhalb des Standes kommt, ist durchaus gewollt. Auch innerhalb der anderen Stände werden sich letztlich unterschiedliche Strömungen und Flügel entwickeln.

Für den Klerus hätte man diese Entwicklung nur durch den klerikalen Rahmen vorgezeichnet. Ich persönlich empfinde dies nicht als Nachteil, da ohnehin mit einer Flügelbildung zu rechnen wäre (Stichworte: radikaler und gemäßigter Flügel)

Soweit erst einmal meine Gedanken zu diesen Themen…

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am 22. Okt 2009

Kommentare

In puncto Provinzen absolute Zustimmung. Bei sehr wenigen Ländereien sind machtpolitische Konflikte einfach zwingender, und die waren für mich immer der Kern des ganzen Spiels. Mit einem ganzen Dutzend Provinzen klappt das nur, wenn der ganze Kronrat polarisiert ist, und das ist eben seltener. – Benares am 23. Okt 2009
@Markus: Es würde nicht 3 verschiedene Liturgien geben. Alle 3 Götter würden in der Gesamtschau eine Liturgie bilden. Die Götter sollten eng miteinander verbunden sein. Alle 3 Gottheiten müssen einander bedingen. Und natürlich muss der Konflikt zwischen den Ständen im Vordergrund stehen - ganz klar. – Lord Sidious am 23. Okt 2009
Dann würde es aber 3 verschiedene moralische Lehren und Liturgien geben sowie innerhalb dieser Lehren noch radikal und gemäßigt, sodass keiner was mit dem anderen gemein hätte. Ich dachte die Idee mit den Ständen wurde gebracht, damit die Stände gegeneinander Konflikte austragen und nicht intern. – Markus am 22. Okt 2009

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