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Da wir vor einiger Zeit bereits über das Sanktionssystem des KR 3 diskutiert haben, würde ich dieses Thema gerne noch einmal aufgreifen.

Ich persönlich würde es begrüßen, wenn möglichst viele Aspekte der Spielverwaltung in das eigentliche Spiel selbst integriert werden. Das die SL z.B. nicht einfach als SL im Spiel auftaucht, sondern durch den König repräsentiert wird, ist da ein guter Anfang.

Ich finde, dass sollte man mit den Strafen fortsetzen. Einige Vorschläge wurden diesbezüglich ja bereits angebracht:

Wenn ein Spieler gegen die Regeln verstößt (Beleidigungen, Hochverrat etc…) sollte ein Gerichtsverfahren eingeleitet werden, an dessen Ende gegebenenfalls eine entsprechende Strafe steht.

So könnte z.B. für eine Beleidigung eine „Geldstrafe“ in Form von Diamanten fällig werden, die an den Verletzten zu zahlen ist. Zusätzlich könnte der Delinquent an den Pranger gestellt werden, in dem die Verurteilung gut sichtbar in seinem Charakterprofil aufgeführt wird. Diesen Eintrag könnte man dann z.B. aber durch „Bestechung“ mit Diamanten auch wieder löschen lassen.

Für schwerwiegendere Verbrechen könnte man den Täter in den Kerker/Schuldturm werfen lassen. Sprich der Charakter wäre für eine bestimmte Frist gesperrt und vom aktiven Spiel ausgeschlossen. Ich würde an dieser Stelle auch keine Ausnahme zulassen. Der Reiz liegt ja gerade darin, dass politische Gegner auf diese Weise für bestimmte Zeit „indisponiert“ und damit handlungsunfähig sind. Ich denke, die Kerkerhaft/Haft im Schuldturm sollte maximal 1 RL Woche betragen, damit das System nicht einseitig wird.

Für gravierende Straftaten (z.B. Hochverrat – also der Versuch einzelne Provinzen aus dem Reich abzutrennen und selbst zu regieren oder sich in das Ausland abzusetzen und dort zu herrschen) könnte auch die Todesstrafe (sprich Löschung des Charakters) verhängt werden. Der betreffende Spieler müsste dann mit einem neuen Charakter von vorne beginnen. Solche Geschichten ließen sich spannend verpacken:

Wie oft habe ich mir im KR 2 gewünscht, dass ein Gericht den Kastilischen Kaiser endlich zum Tode verurteilt und auf dem Hackblock richtet ;-)

Aber Spaß beiseite…das wäre ein effektives Mittel, um Umsturzversuche zu verhindern und zugleich die Strafen in das Spiel glaubhaft zu integrieren.

Neben all diesen Strafen kann dann natürlich auch noch die Verbrennung der entsprechenden Redeabschriften befohlen werden. Damit hätte man auch die Löschung von Beiträgen glaubhaft in das Spiel eingebaut (natürlich nur in Fällen, in welchen eine Löschung wirklich nötig ist).

Ein anderes Thema ist die Religion. So wie ich das sehe, ist eine henotheistische Religion konsensfähig. So weit so gut. Wenn es dann aber um die Ausgestaltung derselben geht, wird es schon etwas schwammiger. Logisch, zum einen will man dem Spiel nicht vorgreifen. Zum anderen sollen aber zumindest die groben Umrisse erkennbar sein.

Der Punkt ist, die Namen und Geschichten die wir jetzt um diese Idee herum entwickeln, sind weitestgehend beliebig und nur wenig identifikationsstiftend. Daher vielleicht noch ein anderer Vorschlag:

Warum nicht auf die Geschichte des KR selbst zurückgreifen, um das Pantheon zu formen? Als Grundlage für unsere Religionsgeschichte dienen uns einfach „besondere Ereignisse“ aus den letzten beiden KRs, an die wir uns heute noch gern oder weniger gern ;-) erinnern.

Warum nicht „einschneidende“ Erlebnisse aus KR 1 und KR 2 als Grundlage für die Religion des KR 3 verwenden? Warum das Pantheon nicht mit alten Chars füllen? Natürlich müssten die Charaktere dafür „stereotyp“ dargestellt werden. Aber das dürfte bei den meisten Charakteren nicht schwer fallen. Welche Geschichten wir für die neue Religion übernehmen und welche Charaktere wir als Götter auswählen, könnten wir ja dann per Abstimmung entscheiden.

Ich denke, auf diese Weise könnte man sich mit der Religion besser identifizieren, als wenn man jetzt einfach eine neue erfindet.

Und so haben wir auch viele Möglichkeiten die Religion im Spiel zu erweitern. Wir können einfach alte Geschichten als Gleichnisse heranziehen, um die „Philosophie“ des KR 3 zu bereichern und fortzuentwickeln. Und ich denke, auf diese Weise wird es den meisten von uns auch leichter fallen, sich mit den Göttern zu identifizieren (im Guten, wie im Schlechten ;-)

Die nötige Hintergrundgeschichte muss dabei gar nicht umfangreich sein.

Nur als Beispiel:

„Es gibt die Legende einer uralten, heiligen Stadt, in welcher einst die Götter lebten. Vor langer Zeit schon zogen gläubige Pilger aus, um diese Stadt zu finden. An dem Ort des heutigen Kronstadt fanden sie letztlich die Ruinen einer längst versunkenen Stadt. Die Architektur entsprach keiner der heute lebenden Völker. Niemand wusste wer diese Stadt erbaut hatte und wann sie erbaut wurde.

Es bildete sich ein Kult um diese Stadt. Viele glaubten an den Mythos der „Stadt der Götter“. Eines Tages fand man bei den Ausgrabungen eine große, ehemals prunkvolle Versammlungsstätte. Viele glaubten, dass die Götter an diesem Orte einst zusammenkamen, um über die Geschicke dieser Erdenscheibe zu bestimmen.

Unter all den Trümmern fand man schließlich einen Zugang zu verborgenen Katakomben. Als es schließlich gelang die Tore zu den Katakomben zu öffnen, war es, als ob man die Tore zum Pantheon selbst aufgestoßen hatte. In den Katakomben fanden sich unzählige Pergamente in uralten Sprachen. Die Pergamentrollen füllten ganze Hallen. Die meisten Rollen hatten die Zeitalter erstaunlich gut überstanden. Als ob die Götter wollten, dass man sie eines Tages finden würde.

Es dauert viele Generationen, bis es letztlich gelang einige der Texte zu übersetzen. So wie es die Priester verstanden, wurden einige der Schriften von den Göttern selbst verfasst. Währenddessen andere von sterblichen Dienern stammten, welche von ihren Erlebnissen an der Seite der Götter berichteten.

Die Schriften handelten von dem Göttertum auf Erden. Von den Göttern als schillernden und glorreichen Anführern ganzer Völker. Die Schriften handelten aber auch von ihrem Wettkampf untereinander.

Jahrhunderte lang wurden die Schriften studiert. Und mit jeder Zeile, mit jedem Wort wurde das Bild von den Göttern genauer und deutlicher. Und so begab es sich, dass sich um die Götter der Vorzeit eine Religion entwickelte. Jedem Gott wurden bestimmte Eigenschaften zugeschrieben, welche aus den alten Schriften abgeleitet wurden."

[…]

Logisch, an dieser Stelle müssten dann noch die ausgewählten Götter (Charaktere) und Heilsgeschichten (Reden) eingefügt werden, die - mehr oder weniger verklärt - die Grundlage der neuen Religion bilden sollen.

Was haltet Ihr davon?

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am 15. Mrz 2010

Kommentare

Religion - siehe Markus' Meinung, Sanktionen - volle Zustimmung – hihe am 31. Mrz 2010
erst wollt ich ja ne Rede schreiben ..aber kurz und schmerzlos sagt der alte mann : zieht das Korsett nicht zu eng ! – seneca am 21. Mrz 2010
Den Vorschlag zu den Strafen kann ich ebenfalls unterstützen... bei der Göttergeschichte bin ich noch arg am Zweifeln ... würde mich aber auch eines Besseren belehren lassen, wenn du deinen Vorschlag noch genauer ausarbeiten und die einzelnen Götter vorstellen würdest ... stelle mir das nicht so einfach vor, alte Chars in diese Position zu heben, ohne dabei zu sehr abzudriften. Aber wie geschrieben, ich würde eine genauere Ausarbeitung in jedem Fall gründlich studieren und darüber nachdenken (+) – Corly am 16. Mrz 2010
Deine Ideen zu den Strafen gefallen mir, das KR1/2 - Spielerpantheon muss meiner Meinung nach nicht unbedingt sein. Statt Selbstbeweihräucherung sollte man sich lieber Gottheiten mit Aspekten überlegen, die das Spiel KR3 am Besten ergänzen. – Markus am 16. Mrz 2010

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03. Nov '10