skip to the main content area of this page

Dies ist die Antwort auf den Beitrag: Verfassungsentwurf


Aufwerten
32
Abwerten
0

Hallo zusammen,

anbei habe ich Euch die überarbeitete Verfassung mitgeschickt. Aus Gründen der Übersichtlichkeit habe ich nur noch einmal diejenigen Regelungen aufgegriffen, die geändert wurden.

Die meisten Änderungsvorschläge von Keleos habe ich eingearbeitet.

Die Reichacht habe ich zunächst nicht geändert. Hier müsste man – so man dies wünscht – noch einen geeigneten Namen finden. Demission hat, soweit ich das überblickt habe, nicht die Mehrheit gefunden. Dem Einwand von Keleos stimme ich trotzdem zu. Der Begriff der Reichsacht ist an sich zu stark…Aber er ist eben vom Klang her stimmig, deshalb habe ich mir an dieser Stelle etwas künstlerische Freiheit herausgenommen ;)

Auch die Einschränkung des Misstrauensvotums, für den Fall das es einen Vertreter gibt, habe ich vorerst nicht aufgenommen. Zu Beginn ist mit Vertretern – aufgrund der Spielerzahl – eher nicht zu rechnen. Von daher hielt ich es für sinnvoll, diese Diskussion dem Rat und den Spielern selbst zu überlassen, wenn die Situation aktuell werden sollte und der Kronrat Stellvertreter wählt.

Die Aufgaben des Reichschronisten habe ich im vorliegenden Entwurf dem Reichskammerherrn zugeschlagen. Auch das zunächst aus Gründen der Ämterbegrenzung. Meines Erachtens passte die Aufgabe recht gut zu dem Amt.

Was die Wahlen anlangt, da habe ich, wie von Markus vorgeschlagen, einen Wahlzyklus von 3 RL-Wochen übernommen. D.h. nach einer Wahl hat der Rat 2 RL-Wochen für „normale“ Politik, bevor dann in der dritten RL-Woche wieder Wahlen stattfinden (allerdings zu einem anderen Amt). Da wir 5 Wahlämter zu Beginn haben, wird die Amtszeit jeweils 15 RL-Wochen entsprechen.

IG bedeutet das, dass aller 3 Monate IG-Zeit eine Wahl stattfindet. Und das die Amtszeit ein 1 Jahr 3 Monate IG-Zeit beträgt.

Die jeweiligen Änderungen habe ich der Übersichtlichkeit halber markiert.

Änderungen, Vorschläge, Ergänzungen wie immer erwünscht.


[…]

Art. 6

Seine Majestät der König befindet für Recht, dass einem jedem Wesen, gleich welchen Standes und welcher Rasse, fortan der Status eines Reichsbürgers zugestanden sei; so es sich in den Reichsmarken niederlässt. Der Reichsbürger habe gegenüber der Krone zu erklären, welchen Standes er sei.

[…]

Art. 9

Die Kronräte, sowie die Reichsoberen sind uneingeschränkt und ohne jeden Vorbehalt an die Reichsbulle, an die Gesetze des Kronrates, sowie an die Erlasse seiner Majestät gebunden.

[...]

Art 10 § 1

Seine Majestät der König befindet für Recht, dass ein ständiger Kronrat ihn in seinen Entscheidungen unterstütze und im Rahmen der Reichsbulle über das Reich herrsche. Kein Sterblicher solle es wagen, die Herrschaft des Königs und des Rates in Frage zu stellen oder gar an ihrer statt über das Reich oder einzelne seiner Marken zu herrschen. Allein seiner Majestät dem König gebührt das Recht, dem Kronrate zu diktieren – und dies auch nur, soweit es die Reichsbulle ihm gestatte.

[…]

Art. 11 § 1

Seine Majestät der König befindet für Recht, dass der Reichskanzler, der Reichsmarschall, der Reichsgesandte sowie der Reichskammerherr und der Kronrichter gemeinsam die Reichsoberen bilden.

Art. 11 § 2

[…]

Die Amtszeit der Reichsoberen sei auf 1 Jahr und 3 Monde begrenzt. Die Wahlen haben so zu erfolgen, dass der Nachfolger am fünfzehnten Vollmond das Amte und die Würden seines Vorgängers übernehmen kann.

Bei Einberufung des Kronrates befiehlt seine Majestät der König folgende Ausnahme: Alle Reichsoberen werden im vierten Mond nach Einberufung des Kronrates gleichzeitig gewählt. Die erste Amtszeit des Reichskanzlers sei dabei auf 7 Monde begrenzt. Die erste Amtszeit des Kronrichters sei dabei auf 10 Monde begrenzt. Die erste Amtszeit des Reichsmarschalls sei dabei auf 13 Monde begrenzt. Die erste Amtszeit des Reichsgesandten sei dabei auf 16 Monde verlängert. Die erste Amtszeit des Reichskammerherrn sei dabei auf 19 Monde verlängert. Diese Ausnahme gilt nur für die erste Wahl nach Einberufung des Kronrates und tritt dann außer Kraft. Dieser Absatz ist nach Ablauf der ersten Amtszeiten aus der Reichsbulle zu tilgen.

Art. 11 § 6 – Vom Reichsgesandten

Seine Majestät der König befindet für Recht, dass allein der Reichsgesandte im Namen des Reiches mit fremden Herrschern und Würdenträgern Verhandlungen führen darf. Er spricht für das Reich, wo alle anderen in Demut zu schweigen haben. Es sei an ihm, Bündnisse zu schmieden und äußere Gefahren durch Geduld und Weitsicht abzuwenden.

Art. 11 § 7 – Vom Reichskammerherrn

Seine Majestät der König befindet für Recht, dass der Reichskammerherr – als engster Vertrauter seiner Majestät – den Hofstaat führt. Ferner sei ihm die Gesundheit und das Wohlergehen aller Reichsbürger anvertraut. Er habe sich im Namen der Krone auch der Schwachen, der Niederen und der Gedungenen anzunehmen. Er habe sich um die Stände zu bemühen und zwischen ihnen zu vermitteln. Ihm vertraut seine Majestät die Leitung des Kronrates an. Er berufe die Sitzungen des Rates ein; er leite und schließe sie. Er habe für Ordnung und Ruhe während der Sitzungen zu sorgen. Er übe das Haus- und Schlüsselrecht im Namen der Krone aus. Er sei seiner Majestät auch für die Führung der Reichschroniken verantwortlich. Er führe die Chroniken mit Geduld und Fleiß. Er sammle und schreibe all jene Begebenheiten nieder, welche für die Krone und das Reich von Bedeutung sind. In der Regel habe der Reichskammerherr aller vier Monde eine Ergänzung der Reichschronik seiner Majestät und dem Rate zu übergeben.

[…]

Art. 12

Die Reichsbulle kann nur durch einen Antrag vor dem Kronrat abgeändert werden. Der Kronrat entscheidet über einen solchen Antrag mit einer Mehrheit von 2/3 der anwesenden Räte. Der Antrag muss mit dem Titel „Änderung der Reichsbulle“ überschrieben sein. Der Antrag muss den genauen Artikel und gegebenenfalls den genauen Paragraphen benennen, welcher eingeführt oder aber geändert werden soll. Der Antrag muss den genauen Wortlaut der Änderungen wiedergeben. Genügt der Antrag diesen Erfordernissen nicht, so ist dieser Antrag für alle Zeiten gegenstandslos. Wird der Antrag angenommen, so bedarf dieser der Billigung seiner Majestät, bevor die Änderung in Kraft treten kann. Allein der König entscheidet über die Gültigkeit von Änderungen der Reichsbulle.


Vielleicht noch eine Erklärung zu den ersten Wahlperioden (alle Wochenangaben beziehen sich auf RL-Wochen):

  1. Woche: keine Wahl
  2. Woche: keine Wahl
  3. Woche: keine Wahl
  4. Woche: Wahl aller Reichsoberen (angepasste Amtszeiten, vgl. unten)
  5. Woche: keine Wahl
  6. Woche: keine Wahl
  7. Woche: keine Wahl
  8. Woche: keine Wahl
  9. Woche: keine Wahl
  10. Woche: keine Wahl
  11. Woche: Wahl des Reichskanzlers (normale Amtszeit 15 Wochen)
  12. Woche: keine Wahl
  13. Woche: keine Wahl
  14. Woche: Wahl des Kronrichters (normale Amtszeit 15 Wochen)
  15. Woche: keine Wahl
  16. Woche: keine Wahl
  17. Woche: Wahl des Reichsmarschalls (normale Amtszeit 15 Wochen)
  18. Woche: keine Wahl
  19. Woche: keine Wahl
  20. Woche: Wahl des Reichsgesandten (normale Amtszeit 15 Wochen)
  21. Woche: keine Wahl
  22. Woche: keine Wahl
  23. Woche: Wahl des Reichskammerherrn (normale Amtszeit 15 Wochen)
  24. Woche: keine Wahl
  25. Woche: keine Wahl
  26. Woche: Wahl des Reichskanzlers (normale Amtszeit 15 Wochen)

[…]

Die erste Amtszeit des Reichskanzlers ist begrenzt auf 7 Wochen. Die erste Amtszeit des Kronrichters ist begrenzt auf 10 Wochen. Die erste Amtszeit des Reichsmarschalls ist auf 13 Wochen begrenzt. Die erste Amtszeit des Reichsgesandten wird auf 16 Wochen ausgedehnt. Die erste Amtszeit des Reichskammerherrn wird auf 19 Wochen ausgedehnt.

Die kürzeste 1. Amtszeit sollte der Reichskanzler haben, weil er das wichtigste Amt darstellt. Der Kronrichter dürfte zu Beginn, wegen der vielen Gesetz die wahrscheinlich erarbeitet werden müssen, ebenfalls sehr wichtig sein. Seine 1. Amtszeit sollte ebenfalls entsprechend kurz sein. Für den Reichsmarschall, als obersten Waffenmeister, gilt vergleichbares. Der Reichskammerherr, mit seinen vielen organisatorischen Aufgaben, sollte hingegen die längste Einabreitungszeit erhalten.

Ich denke, diese unterschiedlich langen Amtszeiten zu Beginn des Spiels lassen sich auch taktisch nutzen. Reichskanzler und Kronrichter haben eine vergleichsweise kurze erste Amtszeit. Fehler sind da nicht so schnell vergessen. Das Amt des Reichskammerherrn hingegen hat eine sehr lange Amtszeit. Der Amtsinhaber hat hier viel Zeit, um Freunde um sich zu scharen und sich bekannt zu machen. Ich denke, diese Lösung bietet viel Raum für politische Intrigen.

Beitrag melden
am 18. Okt 2009

Kommentare

Sehr gut, danke für die Arbeit! – Jakob am 19. Okt 2009
Wenn man in die Tabelle jetzt noch in Gedanken Bekanntmachungen und Bewerbungsphase etc. einrechnet, dann sieht man, dass immer was los ist... ;) – Maurakin am 18. Okt 2009
Sehr gut gemacht Lord Helmchen g – Neptun am 18. Okt 2009
Ich halte alle Änderungen für gut. Ich erneuere aber erneut meinen Vorschlag einen irgendwie gearteten Föderalismus in die Verfassung mit einzubeziehen, schließlich soll das Land ja aus verschiedenen Provinzen bestehen. – Markus am 18. Okt 2009
Mhh...OK, die Wochenzahlen wurden offensichtlich durch Punkte ersetzt...Das war so nicht geplant und war auch nicht ersichtlich. Na ja, dann muss sich halt jeder die Wochenzahl dazudenken... – Lord Sidious am 18. Okt 2009

0 Antworten

Suchst Du nach weiteren Beiträge zum Thema oder willst Du vielleicht einen eigenen Beitrag schreiben?

Neu hier?

Hier kannst Du einen Beitrag eines Mitglieds einsehen, kommentieren und bewerten.

» Hilfe

Themen

x 8

x 37

geschreiben

18. Okt '09

Leser

828 Stück

Kommentare

5 Stück

Antworten

0 Stück

letzte Änderung

19. Okt '09