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Dies ist die Antwort auf den Beitrag: Von den Ständen und vom Dünkel


Aufwerten
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Abwerten
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Danke, Lord Sidious, für Deine Analyse. Ich stimme Dir in allen Punkten zu, möchte jedoch noch einen Fallstrick aufzeigen, die wir bereits im Voraus aus dem Weg räumen sollten.

Das Misstrauensanträge durch einen ganzen Stand eingereicht werden können ist eine sehr gute Idee. Ich teile die Ansicht, dass hierdurch eine Aufwertung des Misstrauensantrags als legitimes machtpolitisches Instrument erreicht werden kann. Gleichzeitig müssen wir hier jedoch auch eines bedenken: Was passiert danach? Wird ein Misstrauensantrag vom Rat angenommen und das Amt des Reichsoberen damit vakant – wann wird dann das Amt wieder besetzt? Gleich nach der Absetzung? Dies würde den sehr stringenten und dem Spiel sicher förderlichen Wahlturnus durcheinanderwirbeln und dürfte insoweit wohl nicht gewünscht sein.

Was aber wären die Alternativen? Keleos hat angedeutet, dass die Vertreter des Reichsoberen das Land bis zur legitimen Neuwahl kommisarisch besetzten könnten. Gegen eine solche Lösung hat man sich jedoch auch entschieden.

Eine andere Möglichkeit wäre natürlich, dass die drei Standesvertreter einstimmig im Falle eines erfolgreichen Misstrauensvotums einen kommisarischen Ressortleiter bestimmen. Hier stellt sich jedoch die berechtigte Frage, wieso der Kronrat einen demokratisch gewählten Reichsoberen absetzten sollte, nur um dann einen durch drei Personen bestimmten Kompromisskandidaten vor die Nase gesetzt zu bekommen.

Kurzum: Die Idee an sich ist ausgesprochen gelungen. Es muss nur noch eine Lösung für die Zeit nach dem Misstrauensvotum gefunden werden. Denn: Wenn das Misstrauensvotum durch die Stände eine Aufwertung erfährt, könnte es durchaus öfter vorkommen, dass sich der Kronrat zu einem Putsch entscheidet. Insoweit muss für einen solchen Fall eben auch geklärt werden, was danach passiert

Kommentare

Evtl. sollte man, wenn man 1 weiter verfolgt, den Amtsinhaber als gesetzten Kandidaten für die Wahl nehmen. Sein Stand kann ihn unterstützen oder einen weiteren Kandidaten ins Rennen schicken. – Markus am 19. Okt 2009
@Batu: Eigentlich ja, der Antragsteller benennt den Nachfolger. Das ist jedenfalls die übliche Vorgehensweise. Ob es deswegen Misstrauensanträge hagelt...keine Ahnung. Das "Hageln" impliziert ja aber schon, dass es schwierig sein dürfte, Mehrheiten zu finden, wenn der Antrag zu parteibezogen ist. – Lord Sidious am 19. Okt 2009
@Batu: Das glaube ich nicht, denn die Erfahrung lehrt, dass man einen kompromissfähigen Gegenkandidaten braucht und ein Misstrauensantrag ohne triftige Begründung - also nur um den Amtsinhaber weg zu bekommen - nie erfolgreich war. Ich denke nicht, dass sich das ändern wird... – Maurakin am 19. Okt 2009
Bsp: Amtszeit beträgt 15 Wochen. Amtsinhaber A soll nach 10 Wochen das Misstrauen ausgesprochen werden. Der Misstrauensantrag benennt Kronrat B als Nachfolger. Der Antrag wird angenommen. Kronrat B übernimmt jetzt das Amt für die letzten 5 Wochen. Danach muss er sich der regulären Neuwahl stellen. – Lord Sidious am 19. Okt 2009
Dann frage ich mal ganz dumm: wer bestimmt den Gegenkandidaten? Soll dies so laufen, dass alle drei Stände wieder Kandidaten bestimmen oder tut dies nur der Stand, der den Misstrauensantrag stellt? Letzteres sollte tunlichst unterlassen werden, dann hagelt es Misstrauensanträge! – Batu am 19. Okt 2009
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