Danke, Lord Sidious, für Deine Analyse. Ich stimme Dir in allen Punkten zu, möchte jedoch noch einen Fallstrick aufzeigen, die wir bereits im Voraus aus dem Weg räumen sollten.
Das Misstrauensanträge durch einen ganzen Stand eingereicht werden können ist eine sehr gute Idee. Ich teile die Ansicht, dass hierdurch eine Aufwertung des Misstrauensantrags als legitimes machtpolitisches Instrument erreicht werden kann. Gleichzeitig müssen wir hier jedoch auch eines bedenken: Was passiert danach? Wird ein Misstrauensantrag vom Rat angenommen und das Amt des Reichsoberen damit vakant – wann wird dann das Amt wieder besetzt? Gleich nach der Absetzung? Dies würde den sehr stringenten und dem Spiel sicher förderlichen Wahlturnus durcheinanderwirbeln und dürfte insoweit wohl nicht gewünscht sein.
Was aber wären die Alternativen? Keleos hat angedeutet, dass die Vertreter des Reichsoberen das Land bis zur legitimen Neuwahl kommisarisch besetzten könnten. Gegen eine solche Lösung hat man sich jedoch auch entschieden.
Eine andere Möglichkeit wäre natürlich, dass die drei Standesvertreter einstimmig im Falle eines erfolgreichen Misstrauensvotums einen kommisarischen Ressortleiter bestimmen. Hier stellt sich jedoch die berechtigte Frage, wieso der Kronrat einen demokratisch gewählten Reichsoberen absetzten sollte, nur um dann einen durch drei Personen bestimmten Kompromisskandidaten vor die Nase gesetzt zu bekommen.
Kurzum: Die Idee an sich ist ausgesprochen gelungen. Es muss nur noch eine Lösung für die Zeit nach dem Misstrauensvotum gefunden werden. Denn: Wenn das Misstrauensvotum durch die Stände eine Aufwertung erfährt, könnte es durchaus öfter vorkommen, dass sich der Kronrat zu einem Putsch entscheidet. Insoweit muss für einen solchen Fall eben auch geklärt werden, was danach passiert