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Dies ist die Antwort auf den Beitrag: Weniger ist manchmal mehr - warum denn dann gerade nicht bei den Rassen?


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Ich melde mich dann auch noch einmal zu Wort zum aktuellen argumentativen Disput zu Orks und Trollen.

Zuerst zur Argumentation: Weniger ist mehr. Weniger ist nämlich nur dann mehr, wenn es Optionen eröffnet und nicht einschränkt. Von daher trifft der Vergleich nur dann, wenn man ihn auf die "erste Ebene" anwendet.

Also der Vergleich "Rassenanzahl" gegen "Wortanzahl in der Hintergrundbeschreibung". Nicht aber in der entscheidenden "Wirkungsebene". Denn hier bedeutet eine kleinere Anzahl Rassen eine Einschränkung der Spieler in ihrer Rassenwahl, ohne einen dementsprechenden Gegengewinn zu erhalten. Es ist also auf der Wirkungsebene in meinen Augen ein reines Verlustgeschäft. Warum sollte denn der Konflik "Gut gegen Böse" nicht auch funktionieren, wenn es eine Minderheit im Spielerreich geben würde, die dem bösen Volk abstammen würde, sich aber von deren Weg abgewendet hat? Es gab doch, um einen RL-Bezug herzustellen, auch deutsche Flüchtlinge, die ins Ausland gegangen sind, weil sie eben keine Nazis waren. Ähnlich könnte ich mir eine Minderheit der Orks und Trolle im Spielerreich vorstellen. Und es gibt noch mannigfaltige andere Beispiele, bei denen Kriege geführt wurden und es einzelne oder auch größere Gruppen gab, die sich der Gegenseite zugetan haben. Warum diese spielerische Komponente von vorneherein unterbinden?

Im Gegensatz dazu die Hingrundstory-Vorgaben. Wenn man hier weniger einsetzt, dann gibt es den Spielern mehr Freiheit in der Gestaltung der Story im Spiel, ohne dafür etwas zu verlieren. Das einzige, was ich als Verlust erkennen kann, ist das "etwas Weniger", welches wir JETZT gestalten können, bevor der Kronrat wieder angelaufen ist. Dementsprechend ist es eigentlich nur ein Verlust für diejenigen, die jetzt hier sind, aber nicht für den Kronrat als Spiel. Wenn jetzt wieder die letztlichen Entwicklungen im KR2 angeführt werden, kann ich dem nicht zustimmen, denn diese Entwicklungen werden durch die Verfassung unterbunden, die für mich thematisch nicht zur HintergrundSTORY gehören, denn es sind Regeln und keine Story.

Zwischenfazit:

  • weniger Rassen = Einschränkung der Optionen
  • weniger Hintergrundstory = Eröffnung von Optionen

Es geht also nicht um Weniger um des Weniger Willen, sondern um das Weniger um der Wirkung Willen.

Und wie gesagt, ich denke eben nicht, dass eine strikte Trennung von gut und böse in Rassenform einen spielerischen Vorteil birgt. Benares hat sehr schön in seiner Variante A2 verdeutlicht, dass dieser Konflikt auch mit einer (spielbaren) Minderheit im Spielerland durchaus möglich ist. Der Vorteil, der sich daraus ergibt, wenn man die Variante A2 wählt ist, dass man alle Vorteile von A1 mit den Vorteilen aus A2 kumuliert. Man verliert also nichts, man gewinnt nur. Man gewinnt Optionen, man gewinnt Storypotential, man gewinnt Konfliktpotential im innenpolitischen Bereich. Man verliert... ja, man verliert... eigentlich nichts.

Von daher sehe ich die Beschränkung der Rassen als eine Beschränkung der Optionen und Möglichkeiten.

Ist es ein Argument, dass es nur wenige gibt? Wenn man die zur Disposition stehenden Rassen sowieso als Minderheit anlegt, ist es doch nur logisch, wenn es auch nur wenige Kronräte dieser Rassen gibt. Macht doch durchaus Sinn, oder? ^^

Als Datenbasis für die Prognose von KR3 den KR2 zu bemühen, um zu zeigen, wie wenige es gab und wieviele es deswegen geben wird, halte ich auch für den falschen Weg, denn: wir müssen mal davon ausgehen, dass es mehr Spieler werden, denn wenn wir das nicht tun, dann können wir das Projekt auch gleich wieder einstellen.

Von daher: mir waren jetzt mal spontan, ohne nachgeschaut zu haben, mindestens 3 aktive Orks bekannt im KR2, das waren mal so 10% der aktiven Spielerschaft (denn mehr als 30 AKTIVE waren es selten). Wenn wir jetzt von 100 aktiven Kronräten im KR3 ausgehen, wären das immerhin 10 aktive Orks... Immer noch eine Minderheit - aber auch keine Anzahl, die man vollkommen wegdiskutieren kann.

Das Thema Claimabsteckung wäre also das letzte verbleibende Argument, dass es zu widerlegen gilt. Und hier verstehe ich den Zusammenhang nur dann, wenn man davon ausgeht, dass es eine Provinz gibt, in der es nur oder fast ausschließlich Orks gibt. Das aber muss ja gar nicht sein. Im Gegenteil halte ich das sogar, wie auch oben schon angeklungen ist, für nicht zielführend. Die Orks und Trolle sollten als Minderheiten angelegt sein. Dieses durchzuführen halte ich für wenig problematisch.

Aber mal ganz ab davon. Egal ob es eine Ork-Provinz gibt oder nicht, würde dies an den Claim-Absteckmöglichkeiten gar nichts ändern. Denn wer könnte es verhindern, dass sich ein Mensch die Claim-Rechte sichert, auch wenn es eine Ork-Provinz oder ein Ork-Gebiet wäre? Die passende Story dazu, schön ausgeschmückt und schon ist der entsprechende Mensch der Berichterstatter aus der Ork-Region. Er könnte zum Beispiel in einer schönen Geschichte beschreiben, wie er sich in einem langwirigen Prozess die Ehre erarbeitet, die die Orks für notwenidg erachten, um ihn ins Vertrauen zu ziehen... er könnte sich gegen den besten Orkkämpfer in der Arena behauptet haben oder sonst was. Zack! Und fertig ist der Claim.

Dementsprechend ist also die Rassenzugehörigkeit kein sinnbildendes Werkzeug zur Claimabsteckung, es macht es höchstens ein bisschen (!) einfacher und wenn man davon ausgeht, dass die Orks sogar nur eine Minderheit sind, dann ist auch noch der Claim dazu extrem klein...

Die Gefahrenabwendung ist in meinen Augen also auch kein echtes Argument gegen die Orks und Trolle als spielbare Rasse.

Kommentare

@Maurakin: Na ja...die Entscheidung liegt wohl auch ganz praktisch bei der SL ;) Entscheidungshilfe hat sie ja nun genug - gefühlte 1 Dutzend Beiträge.^^ – Lord Sidious am 27. Okt 2009
Dass ich das anders sehe, muss ich nicht noch einmal betonen, Batu... ;) Und deinen Einwand habe ich ja auch so weit aufgenommen. Aber ich denke, dass eine Darstellung aus vielen Sichtweisen auch für die SL eine Entscheidungshilfe ist. Also die letzte Entscheidung liegt logischerweise bei der SL. ^^ – Maurakin am 27. Okt 2009
Ich möchte nicht patzig klingen, Maura, aber das war viel heiße Luft. Im Grunde ist nämlich schon alles gesagt und ausgetauscht worden. Und in Sachen Claimabsteckung: die Behauptung fußte auf der Aussage von Provinzen mit "Rassenballungszentren". Wie gesagt: Votum der SL abwarten. – Batu am 27. Okt 2009
Dem kann ich mich nicht anschließen. Weniger Rassen führen zu einem Minus an Auswahloptionen - zugestanden. Aber, wie bereits vielfach dargelegt, hätten bzw. würden sich zugleich die spielerischen Optionen in Bezug auf das Storytelling (Außenpolitik, Moraldebatte etc.) erweitern. – Lord Sidious am 27. Okt 2009
Dem kann ich mich durchaus anschließen – Pedo am 27. Okt 2009

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Und täglich grüßt der Ork…

am 27. Okt 2009 Lord Sidious # 278 1 1 10

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