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Na gut, dann also ich mal wieder..

Hab mir die Diskussionen der letzten Tage / Wochen noch mal zu Gemüte geführt und hier meine 50 Cent:

Ich erlaube mir die Verfassung, Spielregeln im Klartext zu behandeln, denn wie ich sehe sind hier Experten, die das um Vieles besser als ich können, die das in MA-Sprache übersetzen:

Die einzig wirklich wichtigen Punkte der Verfassung sind:
Die Spielleitung hat ein Vetorecht, das dann auch ohne Widerrede zu beachten ist.
Das Reich ist unteilbar.

Der Rest mag schönes Beiwerk sein oder Regeln um zu Beginn mal was zu haben von dem man ausgeht, aber letztlich wird der Kronrat seine eigenen Regeln / Verfassung machen und das ist gut so und anders wollte ich es auch nicht haben.
Denn letztlich hat es wenig Sinn ein Politikspiel zu machen, in dem Politik ( große Politik) kaum noch möglich ist, - das wäre ja als ob man bei Monopoly das Würfeln von Zweien Fünfen und Sechsen verbieten würde, oder bei Mensch Ärgerer dich nicht das Rauswerfen von Figuren...
In dem Maße in dem sich das Reich entwickelt bedarf es auch Anpassungen der Verfassung – und keiner weiß heute, wohin das Reich läuft, wohin die Geschichte geht.
Also ich halte die Verfassung so wie sie vorgeschlagen ist als gelungen – für den Beginn, es muss jedoch immer Platz und Möglichkeiten geben sie bis an die Grenzen der SL-Vorgaben zu verändern, ohne Tabus.
Vielleicht noch ein Zusatz zu Verfassung, die der SL die Möglichkeit gibt Fehlentwicklungen, die nicht gleich als solche erkannt werden, aber dem Game als solchem ernsthaft Schaden zufügen kann, zu beheben:
Die Spielleitung / König kann Gesetze und Verfassungsbestandteile bei offensichtlicher Gefahr für das Reich ( das Spiel) außer Kraft setzen oder anpassen.
Ich denke, das wäre alles was zur Verfassung wirklich zu sagen wäre, denn zementieren wir schon von vornherein alle Möglichkeiten ein, wird es bald zur langweiligen Wahlfarce ohne Sinn und Ideenwettstreit und ich spiele sicher nicht, um die RL-Politik abzubilden.
Und gerade im MA-Szenario lässt sich viel gestalten, weil hier alles im Fluss war.

Ich stelle zusammenfassend noch mal die Frage:
Was bringen Gestzesabstimmungen, wenn man damit nicht auch grundlegendes im Staat ändern kann, was bringt ein Spiel für NEUE Reize, wenn die Grenzen durch die Regeln /Verfassung zu eng gesteckt sind?

Wozu sollte ich mich engagieren, Neulingen helfen (sie mir verpflichten) wenn jede langfristige Planung durch stetige Wahlen uninteressant wird?
Ich werde Kronrat sicher nicht spielen, wenn jede Woche eine Wahl für irgend ein Amt stattfindet – oder wer liest wochenlang Reden, macht sich Gedanken, entwickelt Konzepte, bemüht sich um Unterstützer, macht sich Neulinge zu Diensten um dann für „ein paar Tage“ irgend eine Funktion bekleiden zu dürfen, deren Arbeit ohnehin nicht gesehen wird, weil der nächste Wahlkampf für diese Funktion alles überstrahlt?

Meine Meinung ganz klar:
Wahlabstände wie derzeit vorgesehen – vollkommen kontraproduktiver Unsinn, das wird nix.

-
Rassen, Stände, Magie, Religion, und ähnliches...

Zuerst mal will ich Fredman zustimmen und auf sein Beiträge hinweisen – großteils ganz meine Meinung

Vielleicht ist es nicht mehr so in Erinnerung, aber gerade Rassen und Magiethemen waren unter anderem jene, in denen „echte“ Neulinge ihre ersten Erfahrungen sammelten oder sich ausprobieren konnten, war doch die Rassenlobby ihre erste Lobby war und Magie und Religion ein weites Feld für Ideen und Phantasie.
Klar, dass die Rassenlobbies keine Bedeutung hatten, das werden Ständelobbies auch nicht haben, schlichtweg, weil die wirklichen Entscheidungen weder dort noch im Plenum fallen, sondern in den „Geheimlobbies“ wo 4-6 Leute mit Zeit, Power und einem Willen zur Macht und ein – drei „Unterlobbies“ die Geschicke bestimmen.
Ich habe KR1 wirklich intensivst gespielt und 5 Wahlen hintereinander hat der Kandidat / die Kanditaden nur einer einzigen Loge gewonnen, die auch die wichtigsten Marken „besetzt“ hatten und den Richter stellten.. (das Spiel wurde fast ein Jahr von faktisch 6 Leuten beherrscht)

DAS ist Kronrat.
DAS ist es was Kronrat ausmacht, die Faszination dieses Spiels liegt nur zu einem kleinen Teil in den Reden,
dem Storytelling, das sind nur Mittel zum Zweck.
Es geht um Macht – und ich prophezeie schon jetzt, dass bei wöchentlichen Wahlen, das Game bald keine „Basisspieler“ haben wird.
Ein Game mit Armen und Beinen, ein wenig Körper, aber ohne Kopf.

Niemand wird sich engagieren, täglich Reden schreiben, sich „irre“ Dinge ausdenken, langfristig Pläne schmieden, einen Coup wochen-, ja monatelang vorbereiten, wenn er / sie dann als Belohnung nicht die Macht und die Veränderungsmöglichkeit für sehr viel länger bekommt/en.
Man kann ja ruhig die „Absetzungsmöglichkeiten“ ausbauen, dann muss der „Mächtige“ weiter Leistung bringen

--- mal ganz abgesehen davon, dass diese Kurzfristregierungen gar nicht in die Zeit passen würden.

Es ist ein Kardinalfehler zu denken, dass mehr Wahlen dem Game zu mehr Spielern verhelfen würde, mehr Spielerfluktuation, ja- aber kaum jemand würde sich um den Aufbau wirklich kümmern.
Mehr Spieler wird das Game nur haben, wenn sich jemand derer annimmt, die hier mitmachen wollen und es auch können, und wenn man jene, die nicht die „geistigen“ Kapazitäten haben ein komplexes MACHT
-Game wie KR (in seinen guten Zeiten) zu spielen auch frühzeitig darauf hinweist, denn ansonsten werden das letztlich die Negativbotschafter, weil sie nach ein paar Wochen frustriert abziehen.

Es wird nicht leicht sein die Balance zu finden zwischen Veränderung und Konsistenz, doch wenn Kronrat „Kronrat“ bleiben soll, bzw wieder werden soll, dieses Kultspiel aus der Jahrhundertwende, dann bringen andauernde Wahlen sicher nicht den Erfolg.
Aber ich weiß ja nicht wohin KR gehen soll – ein kommerziell erfolgreiches Game - sorry, wenn ich das so unverblümt sage – kann der „echte“ Kronrat wahrscheinlich nie werden, dazu ist die Zeit zu schnelllebig und die „Spieler“ nicht ausdauernd genug, und vor allem, es gibt schlichtweg zu wenige Menschen, die noch Zeit haben und fähig sind so ein Game wirklich zu spielen um es wirtschaftlich zu machen, - denk ich mir..

Ich könnte mir vorstellen, dass die Stände in internen Wahlen über die Aufnahme eines Neuen entscheiden
So hat jeder Neuling 3 Chancen aufgenommen zu werden, - denn eignet er sich nicht für den Adelsstand, dann ist er für die Bürger möglicherweise „gut genug“.
Keinesfalls sollte jemand mal gleich nach der Anmeldung schon im Plenum Unsinn schreiben können, oder wählen, abstimmen dürfen.
Zuerst sollte ihn sein Stand prüfen - wie das bleibt dem Stand überlassen - und erst nach seiner „Zulassung“ wird er als „Novize“, „Sir“, „Kronbürger“ – jedenfalls als „Anfänger des Standes“ dem Rat vorgestellt (beworben), oder er / sie stellt sich mit einer Rede selbst vor und muss dann auch noch vom Rat in den Rat aufgenommen werden.
Das mag zwar vordergründig als Hürde erscheinen, doch diejenigen – und das ist eine Erfahrung aus KR1- die dieses Aufnahmeverfahren durchmachten und schafften, die bleiben dann auch länger und engagierter dabei.

Und ich sage s ganz offen – ohne solch ein Aufnahmeverfahren gibt es keinen funktionierenden Kronrat – da kommt dann einfach zu viel Müll in den Redenpool und das nervt die „Alten“ und die solcherart abgekanzelten Reden (da steht dann einfach nur „Müll, Mist oder Schwachsinn“ im Kommentar) tragen sicherlich nicht zur Motivation des Neueinsteigers bei.

Überdies sollte es die Möglichkeit geben den Stand zu wechseln, vorausgesetzt der Stand in seiner Gesamtheit stimmt zu – und zwar
vom Bürger zum Adel und zum Klerus,
vom Adel zum Klerus,
vom Klerus zum Adel und zu den Bürgern.
Nur, ein Adeliger kann nur vom König oder vom Adel seinen „Adelstitel“ entzogen bekommen (ähnlich beim Klerus) – aber das sollen die Stände intern regeln
So gesehen sicherlich ein interessantes Game im Game - die Stände als Nebenschauplatz.

Gut, wenn die SL mehr Realitätsbezug wünscht – was ich verstehe, weil die „Zielgruppe“ heute nur mehr selten die Fantasie hat sich in einen Troll hineinzuversetzen, oder für ein paar Stunden Elf zu sein – dann eben nur Menschen, aber selbst hier gibt es dann „Mohren“, „Rothäute“, „Schlitzaugen“, „Bleichgesichter“ – also letztlich - siehe RL – ergeben sich die interessantesten Konflikte eben aus der Unterschiedlichkeit und den Religionen – diesen Teil der „Menschlichkeit“ ingame ungenutzt zu lassen halte ich für einen schweren Fehler – zumal diese Themen gerade jetzt auch RL so aktuell sind (Ausländer, Islam...) und so hier (wieder Neulingsthema) durchaus zeitangepasst thematisiert werden können – eine Chance für Neue und das Spiel, die man nutzen muss!
Und allemal besser die Magie wird thematisiert ( Magie war ja auch im MA-RL ein Thema > Inquisition – Hexen), als ich muss mich mit Rotkron (Rotes Kreuz) und Umweltaktivisten rumärgern – DAS sollte man verbieten, das hat im MA nix zu suchen.

Und noch ein Thema:

Multis

Fast jeder der KR 1 gespielt hat, auch wen er / sie es nicht zugibt, hatte mehr als einen Char und es war kinderleicht einen zu machen – und ich weiß wovon ich rede, ich hatte zu Spitzenzeiten (bevor ich aufhörte) 10 oder 12 davon und schrieb an manchen Tagen zwei Drittel der Reden im Plenum selbst, Rede und Gegenrede, beminusUPste mich selbst und lachte mich krumm wenn ich Char 1 durch Char 2 im Plenum runtermachte und mir die Leute zustimmten, weil ich mich selbst auf’s Schärfste kritisierte...

Nur:
das kann es ja nicht sein, dass dann 6 Leute 22 Reden (10 von mir) schreiben an einem Tag (bei 26 Reden insgesamt) (und das war in KR 1 so – das hab ich selbst erlebt).

Da unteschrieben Kronräte mit den Namen ihrer Fakes und wurden dennoch nicht gelöscht (na ja in manchen Fällen wären da ja 3 „prominente“ HKR auf einmal weg gewesen) .. LOL

Wie das in KR 2 war – weiß ich nicht, aber so wie ich KR2 erlebte, dürfte das Problem dort aufgrund akuter Langeweile ohnehin nicht bestanden haben..

Da muss sich die SL was einfallen lassen, - denn sonst hat man wieder 50 aktive Chars aber nur 25 aktive Spieler
JA, DAS war so zeitweise, - und wenn man schon neu beginnt, dann sollte man diesmal schon von Beginn an hart durchgreifen..



Was gibt’s noch?

Karte:
Geil – so gefällt mir das klare Vorgaben an Landmassen, fehlen nur noch die Daten ( Quadratkilometer, Bevölkerung, Temperaturen, Niederschläge, Rohstoffe – damit mal ein Grundgerüst steht:

Was noch als Vorgabe sein sollte meiner Meinung – die verfügbare Technologie sollte definiert sein ( beispielsweise: Technologie wie in Mitteleuropa um 1500)

Und keine Drachen oder Teleportation...!!!



Ob das mit den Tags so wirklich das gelbe vom Ei ist, da sehe ich noch ein paar Ecken, kann aber noch nicht definieren, was mich daran „stört“, aber irgendwas in mir sagt: Fehler“
Vielleicht sollte man einfach einen Themenpool vorgeben, so wie ich das sehe kann ja derzeit jeder ein neues Thema einführen , oder irre ich mich? – wenn nicht dann kann das ausufern – und wird unübersichtlich – ich denke, dass eine Rede einem Thema zugeordnet werden MUSS – oder mehreren und nur dann auch für den Themenbereich Relevanz hat für Neulinge – damit könnte man den neuen schon gewaltig helfen, wenn Relevanz für sie klar ersichtlich wäre – wozu auch zählt, dass diese Zuordnung durch (welchen Befugten auch immer) auch im nachhinein änderbar wäre um die „möglicherweise“ irreführende, irrtümliche Zuordnung des Verfassers zu korrigieren.

Ok, genug für’s Erste

Danke für die Aufmerksamkeit
Lebt lang und in Frieden
Sonne in eure Herzen
Hiawatha von Hesperus

Kommentare

Auf jeden Fall viel richtiges. Bei den ständigen Wahlen war ich mir auch nicht so ganz sicher, ob das zielführend ist... es könnte zur Beliebigkeit führen, was ja das Gegenteil vom Ziel ist... ^^ Ständewechsel sollte wirklich möglich sein. – Maurakin am 12. Okt 2009
Ständige Wahlen: Richtig, das ist kontraproduktiv. Die SL laut dem aktuellen Verfassungsentwurf die Möglichkeit im Notfall einzugreifen und die Spieler können die Verfassung ändern, wenn die SL (König) kein Veto einlegt. Also ist das wohl auch in deinem Sinne ;-) – Markus am 12. Okt 2009
Viele richtige Sachen dabei. Besonders der Ständewechsel muß vorgesehen sein und genaustens überlegt werden wie das funktioniert und wie oft so etwas möglich ist (z.B. heiratet ein Adeliger eine Bürgerliche -> Ständewechsel muß möglich sein). – Neptun am 12. Okt 2009
Im Grunde stimme ich dir zu. Gerade dem Teil mit den ständigen Wahlen gebe ich meine uneingeschränkte Zustimmung. Zu KR1: Ich hatte immer nur einen Charakter ;-) – Hochmeister am 12. Okt 2009

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