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Ich weiß ja, dass ich eigentlich das Spiel schon verlassen habe und von daher wird sich der ein oder andere jetzt denken, ich hätte keine "berechtigung" mehr, hier vorschläge zu machen, aber seis drum

ich habe ein paar probleme mit der reichsbulle. schon immer gehabt. mein größtes problem ist nicht der inhalt, sondern die formatierung. die bulle ist zu "bullig". ich hatte eigentlich geplant neben einigen wenigen inhaltlichen veränderungen vor allem vorschläge zur änderung der form zu machen.

dazu hatte ich einen entwurf, eine modell-bulle, die ich als vorlage nutzen wollte. ziel war nicht eine 1zu1 umsetzung, die wäre auch gar nicht möglich gewesen, sondern lediglich eine art leitfaden für mich selbst. mein entwurf ist wenig "mittelalterlich". allerdings ist die bulle eine ig-richtlinie für spieler und charas zugleich, von daher sind klare kurze sätze imho besser als lange ausschweifende. aber ehrlich gesagt, viele dinge habe ich unverändert aus der aktuellen bulle übernommen, wenn ich keine not für eine abänderung gesehen habe.

ich hab jetzt zwei möglichkeiten gehabt: entweder löschen oder hier posten, für den fall, dass vielleicht einige spieler sich "inspirieren" lassen möchten. ich erwarte nicht, dass hier alle in jubel verfallen oder ähnliches, aber vielleicht werden hier ja einige ein paar dinge an meinem roh-leitfaden nicht so schlecht finden. das rohmodell ist nicht perfekt und auch schon ein paar tage alte, aber perfektion ist bei sowas auch net das ziel, sondern ehe eine grobe richtung ;)

mir gings in der hauptsache um eine bessere lesbarkeit und um ein leichteres zurechtfinden. deswegen auch die unterteilung in einen allgemein gültigen teil und einen besonderen teil. nicht alles, was in der aktuellen reichsbulle drin steht ist in meinem modell drinnge, einfach deshalb, weil ich mir manchmal unschlüssig war, wo ich etwas hinpacken soll. die präambel habe ich hingegen aus faulheit weggelassen XD

...

I. Allgemeiner Teil

Art. 1 Die Reichslande

(1) Das Königreich Nascor besteht aus den Marken Arosta, Lorgan, Mathringen, Weissenfluh, Gorthan und Tauffenburg.

(2) DIe umliegenden Eilande, so sie denn zu einer der sechs Marken gehören, sind Teil des Reiches. (3) Hauptstadt des Königreiches Nascor ist Kronstadt.

(4) Keiner Mark ist ein Austritt aus dem Reichsverbund gestattet.

Art. 2 Reichsbürgerschaft

(1) Staatsangehöriger des Reiches Nascor ist, wer nascoranische Eltern hat und auf nascoranischem Grunde geboren ist.

(2) Staatsangehöriger kann nur werden, wer seit einem Jahr seinen ständigen Wohnsitz im Reich hat, kein Amt außerhalb des Reiches bekleidet und Reich und König öffentlich die Treue schwört.

(3) Ständiger Wohnsitz ist der Ort an dem der Betroffene sich tatsächlich, und zwar nicht nur vorübergehend, sondern für eine gewisse Dauer aufhält und seinen Lebensmittelpunkt hat.

Art. 3 Der Kronrat

(1) Der ständige Kronrat unterstütz den König in seinen Entscheidungen und herrscht im Rahmen der Reichsbulle über das Reich. Allein seiner Majestät dem König gebührt das Recht, dem Kronrate zu diktieren – und dies auch nur, soweit es die Reichsbulle ihm gestatte.

(2) Mitglied des Kronrates kann nur werden, wer die nascoranische Reichbürgerschaft inne hat. Mitglied des Kronrates kann außerdem ein jeder Reichsbürger werden, gleich welchen Standes oder Rasse er ist.

(3) Mitglieg des Kronrates kann nicht werden, wer ein öffentliches Amt außerhalb des Kronrates bekleidet. Das Amt des Magistrats einer Mark des Reiches, ist ein Amt außerhalb des Kronrates.

(4) Der Kronrat entscheidet durch Wahlen und Abstimmungen. Einem jeden Kronrat – gleich welchen Standes, gleich welcher Rasse – stehe es frei, bei diesen Wahlen und Abstimmungen seine Stimme zu erheben.

Art. 4 Änderung der Reichsbulle

(1) Die Reichsbulle kann nur durch einen Antrag vor dem Kronrat abgeändert werden. Der Kronrat entscheidet über einen solchen Antrag mit einer Mehrheit von 2/3 der anwesenden Räte.

(2) Wird der Antrag angenommen, so bedarf dieser der Billigung seiner Majestät, bevor die Änderung in Kraft treten kann. Der König hat ein Vetorecht.

(3) Der könig selbst kann keine Änderung der Reichsbulle zur Abstimmung stellen.

Art. 5 Gesetze

(1) Dem Kronrat steht es frei Gesetze außerhalb der Reichsbulle zu erlassen. Der Kronrat entscheidet über einen solchen Antrag mit einfacher Mehrheit der anwesenden Räte. (2) Einfache Gesetze sind der Reichsbulle untergeordnet. Sie müssen mit der Reichsbulle in Einklang stehen.

Art 6. Wahlen

(1) Einem jeden Kronrat steht es frei sich zur Wahl zur stellen, so es denn die Reichsbulle gestattet.

(2) Die Kandidatur ist dem König mitzuteilen und in einer Ansprache öffentlich bekannt zu machen. Kandidieren kan man solange, solange die Wahl nicht eingeleitet wurde.

(3) Bei Stimmengleichheit findet eine Stichwahl statt. Diese ist dann unnötig, wenn einer der Kandidaten, die Stimmengleichheit erzielten, seinen Verzicht erklärt.

(4) Erklärt ein Kandidat während der Wahl seinen Rückzug, so ist eine Neuwahl für das Amt notwendig.

II. Besonderer Teil

Art.7 Die Reichsoberen

(1) Seine Majestät der König befindet für Recht, dass dem Kornrat die Reichsoberen zur Seite gestellt werden. Es sei deren heilige Pflicht, dem Kronrate bei der Erfüllung seiner Aufgaben beizustehen.

(2) Die Kronräte, sowie die Reichsoberen sind uneingeschränkt und ohne jeden Vorbehalt an die Reichsbulle und an die Gesetze des Kronrates gebunden.

(3) Seine Majestät der König befindet für Recht, dass dem Kronrate und den Reichsoberen der Schutz und die Verteidigung des Reiches anvertraut werden. Es sei die heilige Pflicht aller, die Einheit des Reiches zu wahren und jenen Einhalt zu gebieten, die es wagen, die Krone herauszufordern.

(4) Seine Majestät der König befindet für Recht, dass der Reichskanzler, der Reichsmarschall, der Reichsgesandte sowie der Reichskammerherr und der Kronrichter gemeinsam die Reichsoberen bilden.

(5) Es stehe den Reichsoberen frei, getreue Vasallen zu berufen, sofern der Kronrat ihnen diese Gnade gewähren sollte. Die Vasallen haben ihren Herren bei der Erfüllung ihrer Pflichten getreu zu dienen.

(6) Den Reichsoberen stehe es frei, sich nach Ablauf ihrer Amtszeit erneut um dieses oder jenes Amt zu bemühen. Es sei jedoch auf alle Zeiten hin untersagt, dass ein Einzelner mehrere Ämter der Reichsoberen gleichzeitig ausfüllt.

(7) Sollten sich keine Reichsbürger reinen Herzen finden, welche ein Amt der Reichsoberen ausfüllen, so fällt der entsprechende Machtbereich für die folgende Amtszeit dem Kronrate selbst zu.

Art. 8 Amtszeit der Reichsoberen

(1) Die Amtszeit der Reichsoberen sei auf 1 Jahr und 3 Monde begrenzt. Die Wahlen haben so zu erfolgen, dass der Nachfolger am fünfzehnten Vollmond das Amte und die Würden seines Vorgängers übernehmen kann.

(2) Gibt ein Reichsoberer sein Amt vorzeitig auf oder wird von seinem Amt ausgeschlossen, so sind sofortige Neuwahlen einzuleiten. Kerkerhaft hindert an der Amtsausführung nicht.

Art. 9 Die Reichsacht

(1) Der Kronrat kann über die Reichsoberen – vor Ablauf deren Amtszeit – die Reichsacht zu verhängen.

(2) So der Kronrat dies tue, ende die Amtzeit des Sünders augenblicklich mit Verhängung der Acht.

(3) Einem jeden Kronrat stehe das Recht zu, einen Antrag auf Verhängung der Reichsacht vor dem Kronrat einzubringen. Der Kronrat entscheide über einen solchen Antrag mit der Mehrheit seiner anwesenden Räte. Der Antrag sei jedoch nur statthaft, wenn dem Kronrate zugleich ein Nachfolger reinen Herzens vorgeschlagen werde.

Art. 10 Der Reichskanzler

(1) Der Kanzler habe sich mit allen inneren Angelegenheiten der Reichsmarken zu befassen und den anderen Reichsoberen mit seinem Rat zur Seite zu stehen. Allein dem Kanzler werden die Marken des Reiches als Lehn anvertraut.

(2) Doch endet die Macht des Kanzlers, wo die Macht des Kronrates oder aber die Macht der anderen Reichsoberen beginnt.

Art. 11 Der Reichsmarschall

(1) Allein der Marschall führt das Banner der Krone. Nur auf seinen Befehl hin, haben sich die Getreuen des Königs zur Heerschau einzufinden. Allein dem Marschall obliegt der Gang zu den Waffen.

(2) Er führe den Befehl über einen jeden Waffenträger. Davon seien auch die Stadtwachen und die Palastwachen nicht ausgenommen.

(3) Der Adel sei ausnahmsweise von dieser Pflicht befreit. Doch gelte diese Standesschranke nicht, wenn die Bürger oder aber der Klerus auf einen eigenen Bewerber verzichten. In diesem Falle kann auch ein jeder Adlige sich für dieses Amt bewerben.

Art. 12 Der Reichsgesandte

(1) Allein der Reichsgesandte darf im Namen des Reiches mit fremden Herrschern und Würdenträgern Verhandlungen führen. Er spricht für das Reich, wo alle anderen in Demut zu schweigen haben. Es sei an ihm, Bündnisse zu schmieden und äußere Gefahren durch Geduld und Weitsicht abzuwenden.

(2) Der Klerus habe die Bindung zu Gott zu pflegen. Die Bindung zu weltlichen Herrschern überlasse er den anderen Ständen. Doch gelte diese Standesschranke nicht, wenn der Adel oder aber die Bürger auf einen eigenen Bewerber verzichten. In diesem Falle kann auch ein jeder Pfaffe sich für dieses Amt bewerben.

Art. 13 Der Reichskammerherr

(1) Der Reichskammerherr – als engster Vertrauter seiner Majestät – führt den Hofstaat. Ferner sei ihm die Gesundheit und das Wohlergehen aller Reichsbürger anvertraut.

(2) Ihm vertraut seine Majestät die Leitung des Kronrates an. Er berufe die Sitzungen des Rates ein; er leite und schließe sie.

(3) Der Reichskammerherr leitet alle Wahlen und Abstimmungen ein, kann ausnahmsweise diese Aufgabe auch an andere Mitglieder des Kronrates übertragen. Gibt es keinen Reichskammerherren, so übernimmt der König ausnahmsweise diese Aufgaben.

Art. 14 Der Kronrichter

(1) Der Kronrichter spricht im Namen der Krone und des Rates Recht. Kein anderer solle es wagen, sich dies anzumaßen. Der Oberste Richter habe in allen Rechtsstreiten zu entscheiden.

(2) Ferner habe sich der Kronrichter um die Stände zu bemühen und zwischen ihnen zu vermitteln.

(3) Ein jeder Kronrat kann vor dem Kronrichter den Antrag auf Überprüfung einer Änderung der Reichsbulle stellen. Selbes gilt für die Überprüfung der Vereinbarkeit eines Gesetzes mit der Reichsbulle.

(4) Dem Kronrichter stehe auf Antrag das Recht zu, eine widrige Änderung der Reichsbulle oder aber ein Gesetz, welches der Reichbulle zuwiderläuft, zu verwerfen. Er entscheide hierüber nur auf Antrag. Der Oberste Richter selbst, der Kammerherr und der König können diesen Antrag nicht stellen.

(5) Hat der Kronrichter eine Änderung der Reichsbulle oder ein Gesetz verworfen, so stehe es dem Reichsammerherrn frei, bei dem König vorzusprechen und diesen um die Bestätigung desselben zu ersuchen. Doch mag der König nur auf Antrag des Kammerherrn über diese Frage befinden.

(6) Er sei auch der Oberste Rechtsgelehrte. Im Rahmen von Gesetzesdebatten habe er seinen rechtlichen Rat anzubieten. Sein Rat habe neutral und sachlich zu sein.

(7) Die Bürger, welche den Winkeladvokaten stets mit einigem Argwohn gegenüberstanden, seien von diesen Bürden befreit. Doch gelte diese Standesschranke nicht, wenn der Adel oder aber der Klerus auf einen eigenen Bewerber verzichten. In diesem Falle kann auch ein jeder Bürger sich für dieses Amt bewerben.

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am 20. Mrz 2011

Kommentare

@Corly Ich wiederhole meine Idee gerne nochmal: Die aktuelle Bulle kann mit 2/3 Mehrheit geändert werde. Wenn sich eine Mehrheit findet, die einen Artikel einfügt "Diese Bulle verliert ihre Gültigkeit an dem Tage, an dem sich der KR mit 2/3 Mehrheit eine neue Bulle gibt etc.)", dann wäre doch alles in einem Rutsch machbar (insofern der König kein Veto einlegt). Das würde das Problem durchaus schnell und einfach lösen. ;) – Beckett am 22. Mrz 2011
@ Hochmeister: Keine Sorge, seh ich genauso! : ) – Corly am 22. Mrz 2011
@Corly: Nichts für Ungut... mehr Futter für Bürger vs. Adel :) – Hochmeister am 22. Mrz 2011
@ Beckett: Dann legen wir es doch mal auf den Aktenstapel! ^^ Also, wie solls mit der Bulle weitergehen? Alles einzeln durchkauen? Sieht wohl so aus! @ Hochmeister: 1. Gut, Geschmackssache,allerdings sollte es daran nicht scheitern, dafür ist es zu wichtig! 2. Hätte man machen können! 3. Jetzt hat Konrad es ja ohne Zw.ergebnis eingebracht! Nachtrag: Das hatte ich auch verrafft, das Antragsformular drückt sich da irgendwie komisch aus! Ich hab auch immer die erste Möglichkeit genommen! – Corly am 21. Mrz 2011
@Corly Ja gut, ich denke wir können jetzt mal Jakobs Reaktion zu den Akten legen. Manchmal drückt man sich im Eifer des Gefechts falsch aus oder vergreift sich im Ton. ;) – Beckett am 21. Mrz 2011
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