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Hallo liebe Freunde des Kronrates,

mit großer Freude habe ich den von Lord Sidious vorgeschlagenen Verfassungsentwurf aufgenommen und möchte auch hier nicht mit Lob und Dank zurückstehen. Der Verfassungsentwurf hat die Entwicklung des neuen Kronrates sicher beschleunigt und den wohlgehegten Wunsch so manches Spielers auf einen baldigen Start wiederaufleben lassen. Ich gehöre auch dazu und möchte hiermit auch Jakob meinen Dank aussprechen, der hier sehr konstruktiv und offen die Ideen der anderen Spieler berücksichtigt hat.

Grund dieses Posts ist jedoch ein anderer. Einige Mitspieler – insebsondere zu nennen wäre hier Keleos aber auch Lord Sidious selbst – haben einen Aspekt zu recht kritisch hervorgehoben: Der zu implementierende Ständekonflikt wurde zwar rudimentär in der Verfassung aufgenommen, dürfte aber – und hier hat Lord Sidious absolut recht – zu einem Rohrkrepierer werden, sollte es nicht zu einer spielinternen Aufwertung der Stände kommen. Ich sehe dies ähnlich. Die Rassenzugehörigkeit hat in den letzten Kronräten kaum eine Rolle gespielt und so wird es sich wohl im neuen Kronrat mit den Ständen verhalten – zu gering, ja nachgerade unbedeutend erscheinen die Einflussmöglichkeiten. Gewisse Konfliktpotentiale sehe ich auf Basis der bislang etwas schwammigen Ausgestaltung kaum.

Da jedoch gerade die Idee des Ständekonflikts eine nicht unerhebliche spielinterne Konfliktkonstellation befördern könnte und zudem einem mittelalterlichen Fantasy RPG absolut gut zu Gesicht stünde, habe ich mich mit dieser Fragestellung den gesamten Sonntag über recht fundiert befasst und habe eine recht interessante Idee entwickelt, die möglicherweise sehr einfach und vor allem spielspaßfördernd ins Spiel zu implementieren wäre. Weder programmiertechnische Neuerungen noch eine umfassende Änderung der Verfassung ist dabei notwendig. Einzig ein Artikel müsste geändert bzw. ergänzt werden.

Aber kommen wir gleich zum Vorschlag: Der Verfassung entnehme ich, dass die durch den Kronrat zu bestimmenden Ämter – Reichkanzler, Reichsmarschall, Reichsdiplomat, Reichkammerherr und Kronrichter – Vertreter haben werden. Keleos hat hier sogar vorgeschlagen, dass die Vertreter einer vorzeitigen Demission die Führung des Ressorts bis zu den Wahlen übernehmen könnten.

Hierauf möchte ich aufbauen. Stellen wir uns nun vor, dass nicht die gewählten Ressortvertreter (also Reichkanzler, Reichsmarschall, Reichsdiplomat, Reichkammerherr und Kronrichter) für die Benennung ihres Stellvertreters verantwortlich wären, sondern die Ständeführer. Die Benennung müsste dabei einstimmig erfolgen. Das heißt also: der Vertreter des Adels (nennen wir ihn mal beispielhaft Kurfürst), der Vertreter des Klerus (nennen wir ihn beispielhaft Erzgroßmeister der xzy) und der Vertreter des Volkes (nennen wir ihn beispielhaft Oberrat) müssten demzufolge einstimmig die Vertreter der fünf Reichsoberen ernennen.

Zahlreiche Konstellationen wären hier denkbar: Nehmen wir einmal an ein Adeliger wurde zum Reichskanzler ernannt. Hier hätten dann wohl der Erzgroßmeister wie auch der Oberrat ein nicht unerhebliches Interesse daran einen Vertreter des Volkes oder des Klerus zu dessen Vertreter zu ernennen. Gleichzeitig kann aber ohne den Kurfürsten (also den Vertreter des Adels) keine Ernennung erfolgen. Es müsste also hinter den Kulissen ausgefeilscht werden, wer denn nun der Vertreter des neuen Reichkanzlers wird. Gleichzeitig haben die Vertreter der Stände natürlich stets ein Interesse daran ein Mitglied des eigenen Standes zum Vertreter eines Reichsoberen zu erennen – immerhin wurden Sie von Ihrem Stand gewählt um die Interessen des eigenen Standes zu vertreten. Vor diesem Hintergrund könnte natürlich ein allzu nachgiebiger Ständeführer sehr leicht unter Druck geraten – vor allem dann, wenn er zulässt, dass die Verteter der Reichsoberen nicht dem eigenen Stand angehören.

Hier wären zahlreiche politische Verstrickungen und intrigenbehaftete Winkelzüge denkbar und quasi systemimmanent im Spiel implementiert. Auch wird dadurch sichergestellt, dass die Reichsoberen keine Marionette als Vertreter bestimmen. Im Falle eines vorzeitig erzwungenen Rückzugs von Seiten eines Reichsoberen wäre damit zumindest sichergestellt, dass der Vertreter keine Marionette des in Ungnade gefallenen Reichsoberen wäre – es sei denn natürlich der Reichsobere hat hier geschickt die drei Ständeführer und damit Ernenner seines Vertreters eben jene Marionette schmackhaft gemacht.

Alles in allem: Eine solche Lösung könnte – angesichts des Umstandes, dass es ohnehin Vertreter der fünf Reichsoberen geben würde – den Einfluss der Stände nochmals stark ausweiten. Auch wären die Standesführer dann – im Gegensatz zu den Rassenführern der vergangenen Kronräte – auch ausgesprochen gefordert. Alle drei Wochen soll ja einer der fünf Reichsoberen gewählt werden. Damit waren die Standesführer alle drei Wochen damit beschäftigt untereinander einen Vertreter des gewählten Reichsoberen auszukungeln. Wenn man den Ständen dann sogar noch Funktonen im Reichskammergericht und bei der Prüfung von Gesetzen zubilligt, dann haben wir eine hoch Interessante Gemengenlage und interessante standespolitische Auseinandersetzungen und damit ein buntes Treiben und sich zahlreich entgegenlaufende Interessensgruppen.

Insoweit meine Frage an die Spieler, insbesondere aber auch an die Entscheider: Was haltet Ihr von dem Vorschlag? Könnt Ihr euch eine solche Lösung vorstellen? Seht ihr gewisse Fallstricke?

Kommentare

Die Veto-Idee für zwei zusammen-agierende Stände finde ich sehr interessant! Die Idee selbst zeigt sich als interessant, allerdings nur als unterstützendes Moment, nicht als Hauptträger der Ständemacht. – Maurakin am 11. Okt 2009
Mir gefällt die Idee, die Standesvertreter unter Erfolgsdruck zu setzen und demjenigen Stand, der das gewählte Amt besetzt und seinen Soll damit erfolgt hat, die Schlüsselrolle zuzuschreiben. Der Haken liegt nur darin, dass der Konflikt sich um einen potentiell langweiligen Vize-Posten dreht. – Benares am 11. Okt 2009
Ich stimme zu. Denkbar wären weiterhin Vetorechte für die Stände! Z.B. wenn 2 der Ständeführer gegen etwas votieren oder 100% eines Standes. – Markus am 11. Okt 2009
Hm, klingt in der Theorie ganz gut. Aber ich rechne mit praktischen Problemen. Und noch ein Punkt: Wenn nicht wenigstens eine gewisse Kontinuität bestehen bleiben kann, wird sich niemand finden, der sich eine lange (Erzähl-)Story zur für viele ausdenkt, weil er sich gegen die Intrigen wehren muss. – Keleos am 11. Okt 2009
So aus dem Bauch heraus: finde ich gut! Damit wären die Stände in jedem Fall gestärkt und hätten eine reelle Funktion. Das dürfte dem Spiel wirklich viele Intrigen bescheren ;). – Batu am 11. Okt 2009

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am 11. Okt 2009 Lord Sidious # 284 1 1 10

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