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Ich weiß nicht wie ihr das seht aber ich finde, wir sollten bei unseren Überlegungen Schritt für Schritt vorgehen und uns einen "Fahrplan" vorgeben. Ich würde folgendes vorschlagen, bevor wir uns mit den Details der Spielwelt beschäftigt, sollten wir uns zunächst mit den grundlegenden Fragen des KR 3 beschäftigen. Ich persönlich halte folgenden Fahrplan für sinnvoll:

1. Schritt:

Zu Beginn unserer Überlegungen sollten wir uns auf den Grundkonflikt (Grundszenario) des KR 3 verständigen.

Wenn ich das richtig überblicke, haben wir die Magie inzwischen ausgeschlossen. Bliebe aber die Frage, für welchen „Grundkonflikt“ wir uns dann entscheiden. Derzeit stehen noch der mittelalterliche Ständekonflikt und ein Fantasyrassenkonflikt im Raum. Ich persönlich würde mich der Meinung von Jakob und Marcus anschließen. Ein Fantasyszenario mit Orks, Elfen etc. macht nur in Kombination mit Magie und Zauberei wirklich Sinn. Wenn man das eine ausschließt, sollte man auch auf das andere verzichten.

2. Schritt:

Wenn wir einen Grundkonflikt festgelegt haben und Christian grünes Licht gegeben hat, sollten wir den einzelnen Fraktionen (sprich den Ständen oder Rassen) ein Gesicht geben. Wir sollten nicht jedes Detail vorgeben (dass ist letztlich Storytelling und Aufgabe der Spieler). Wir sollten uns auf grobe Eckpunkte (Entwicklung, Anschauungen, Ziele...) beschränken. Wir sollten darauf achtenm, das sich die Fraktionen deutlich unterscheiden und sich ihre Ziele widersprechen. An dieser Stelle füllen wir quasi den Grundkonflikt „mit Leben" aus. Wir geben den Spielern so die Möglichkeit, sich ganz bewusst für eine Fraktion und gegen die anderen zu entscheiden.

3. Schritt:

Anschließend sollten wir den einzelnen Fraktionen „Stammprovinzen“ zuweisen. Ich schlage vor, dass wir die Anzahl der Provinzen auf die Zahl der Fraktionen beschränken. Auch hier gilt, manchmal ist weniger mehr. Im KR 2 gab es sehr viele Provinzen. Aber in jeder Provinz gab es nur einen oder zwei (manchmal auch keinen) aktiven Spieler. Die meisten Provinzen sind deshalb farblos geblieben. Es gab kaum oder nur sehr wenig Berichterstattung. Wenn wir das ändern wollen, sollten wir die Provinzen mit den Fraktionen verknüpfen.

Z.B. könnte der Adel vorwiegend aus einer dünn besiedelten landwirtschaftlichen Region stammen. Dort hat sich - aufgrund der geringen Bevölkerungsdichte - ein streng hierarchisches, feudales Herrschaftssystem durchgesetzt. Die strenge Hierarchie sichert (trotz der geringen Bevölkerungsdichte) das Überleben aller.

Das (freie) Volk – als natürlicher Gegenspieler des Adels – könnte aus einer gebirgigen Region stammen. Dort haben die widrigen Lebensumstände schnell zu einer Abschaffung des Feudalismus geführt. Die Menschen leben hier auf engem Raum zusammen. Nur durch gemeinsames Handeln kann das Überleben aller gesichert werden. Gemeinschaft statt Hierarchie prägen die Lebensverhältnisse.

Der Klerus könnte das Zentrum seiner Macht in einer zentralen, fruchtbaren Ebene haben. Die zentrale Lage eignet sich zum Handel und das milde Klima machen das Leben erträglich. Die Menschen sind hier zu einigem Wohlstand gelangt und finden die Muse und die Zeit, um sich mit den schönen Dingen des Lebens zu beschäftigen (z.B. der Religion).

Klar ist, dass jede Fraktion auch außerhalb ihrer „Stammprovinz“ vertreten ist. Der Adel wird wohl kaum selbst die Felder bestellen... Und auch in den Bergen gibt es Adlige, auch wenn sie dort kaum Macht und nur wenig Ansehen besitzen. Der Klerus ist über den Glauben natürlich auch in allen Provinzen des Reiches vertreten (mit mehr oder minder großem Erfolg ;-).

Wie man das letztlich ausgestaltet ist eigentlich egal. Wichtig finde ich nur, dass die einzelnen Provinzen nicht so farblos bleiben. Wenn wir uns auf wenige Provinzen beschränken und deren Topographie und Entwicklung mit den einzelnen Fraktionen verknüpfen, werden die Provinzen IG auch wichtiger und interessanter (was dem Storytelling hilft).

4. Schritt:

Wenn wir damit fertig sind, müssten wir die Provinzen auf die bereits erstellte Karte übertragen. Wichtige Städte und Handelswege müssen eintragen, sowie das bekannte Ausland eingezeichnet werden. Der Rest der Karte sollte zunächst verdeckt sein und erst im Spiel erkundet werden. Diese Idee fand ich wirklich gut!

5. Schritt:

Anschließend sollten wir die Verfassung und die Hintergrundstory abschließend festlegen. Der Grundkonflikt, die Fraktionen, sowie die einzelnen Reichsprovinzen könnten eingearbeitet werden.

Damit wäre das inhaltliche Rahmengerüst des Spiel fertig. Wir könnten uns dann den Detailfragen zuwenden (z.B. der Reise- und Sekretärsproblematik etc.).

Habe ich bei dem Fahrplan irgendeinen Punkt vergessen? Wenn ja, wäre ich für einen Hinweis dankbar!

Was haltet ihr von einem solchen Fahrplan?

Da wir gerade den 1. Schritt machen, abschließend noch eine Anmerkung: Ich bin für ein realistisches Mittelalterszenario. Sprich es gibt nur Menschen und der Grundkonflikt wird zwischen den einzelnen Ständen des Mittelalters ausgetragen.

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am 04. Okt 2009

Kommentare

@Chaos Engine: Zum überragenden Grundkonflikt eignen sich die Rassen jedenfalls nicht. Das Problem bei Rassen wäre, dass jeder sofort annimmt es müsse auch Magie geben wenn er Elfen, Zwergen, Trollen etc. liest, da es auf Fantasy etc. hinweist. – Markus am 05. Okt 2009
Ich sehe das mit den Rassen und das die farblos waren etwas anders... viele waren eben Menschen und damit per se "farblos"... ;) Insgesamt sehe ich in den Rassen aber eine potentiell spielfördernde Komponente, die das Spiel nie behindert hat – also warum abschaffen ohne Not? – Maurakin am 05. Okt 2009
@Sidious: Das falsche Volk im Norden hat sich auch nicht gerade durch Beliebtheit hervorgetan. :-) Stimme im Grunde zu. Gerade die Rassen haben bisher eher untergeordnete Rollen gespielt und die wenigsten konnten sie spielen. Ausnahmen hier z.B der Nishguul und auch die Hobbitfraktion. – Hochmeister am 05. Okt 2009
@Chaos Engine: Das mit den Rassen kann man sich durchaus überlegen. Aber jedenfalls im KR 2 sind die meisten Rassen eher farblos und oberflächlich geblieben. Na ja, außer vielleicht die Hobbits...die haben sich durch unübertroffene Widerspenstigkeit und Aufmüpfigkeit hervorgetan...besonders einer ;) – Lord Sidious am 05. Okt 2009
Wie schon gesagt, schließen sich für mich ein Fantasy-Szenario und das Nicht-Vorhanden-Sein von Magie nicht gegenseitig aus. Im Gegenteil wäre es mal was Neues... ;) – Maurakin am 04. Okt 2009
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Noch mal Fahrplan...

am 05. Okt 2009 Maurakin # 241

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