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Aloha.

In den vergangenen knapp 36 Stunden scheinen sich die Ereignisse in unserer kleinen Debattierrunde ein wenig arg überschlagen zu haben. Primär hat sich das ganze nun an der Frage der Magie und zum Teil der Rassen entzündet.

Die Frage, ob es sich im Kern des Spiels nun eher um eine Politsimulation im Zeitgefüge des europäischen Mittelalters dreht oder um ein „traditionelles“ Fantasyrollenspiel mit starken Politeinfluss, ist wohl nicht mehr pure Semantik, sondern erhitzt die Gemüter.
Ich für meinen Teil habe es so verstanden, dass die Spielleitung in Person von Jakob durch den Erfinder, Entwickler und Designer Christian damit beauftragt ist (ob hier ein privatwirtschaftlicher Vertrag vorliegt oder einfach nur eine mündliche Übereinkunft der beiden Herren, hat uns hier glaube ich extrem wenig zu interessieren), die Spielleitung zu verkörpern, die in den beiden vorangegangenen Spielzyklen nicht vorhanden war. Mit dem Zweck, den teils „anarchischen“ Spielverlauf eben der beiden vorherigen Zyklen nicht eskalieren zu lassen. Ferner hat der Entwickler dieser durch ihn bestimmten Spielleitung gewisse Kompetenzen und Entscheidungsbefugnis bereits im Vorfeld des eigentlichen Spielzyklus‘ übertragen.

Darüber dürfte wohl Konsens bestehen.

Faktisch ist es also so, dass die Spielleitung im Sinne einer Leitung auch gewisse Dinge eben ausschließt und andere im Laufe der sich entwickelnden Debatte aufnimmt. Das ist ihr Anrecht und irgendwo ja auch ihre Aufgabe. Eine Spielleitung kann somit gar nicht „everybody‘s darling“ sein. Und wenn eben im Beispielfalle der Magie durch die SL meint erkannt zu werden, dass es im späteren Spielzyklus einen zu hohen Regulierungsaufwand geben wird, dann ist dies nun einmal die Ansicht der Spielleitung und damit auch ihr Anrecht, dieses Spielelement nicht aufzunehmen.

Ich kann den Frust einiger nachvollziehen, wenn es halt um diesen „Zankapfel“ Magie geht. Natürlich ist es ein erzählerisches Element, dass zur Beförderung des Fantasy-Flairs beiträgt.

Auf der anderen Seite muss man sich aber auch klar machen, dass Kronrat stets unter dem Motto „die Wahl“ firmiert hat. Das war im ersten Zyklus so und im zweiten auch (wenn auch mit der leichten Abwandlung „die Kaiserwahl“). Im Mittelpunkt des Spiels stand gem. dem Erfinder und Entwickler also immer der politische Aspekt, die Satire des selbigen: Wahlen, Anträge, Seilschaften, Lobbys, Intrigen. Ich würde jetzt sogar unterstellen, dass gerade die Entwicklungen im Kronrat 2 eher dem zu wider liefen, was sich der Erfinder und Entwickler darunter vorgestellt hat, aber das ist jetzt reines Mutmaßen meiner Person.

Wie auch immer, die Politik im Kronrat stand stets im Mittelpunkt und ist im Grunde auch die Triebfeder des gesamten Spiels. Natürlich hat das Spiel auch von den erzählerischen Plots gelebt (die halt eben auch mit Magie verbunden waren), aber sie waren nicht der Kerninhalt des Spiels. Das war trotz allem die Politik.

Wenn nun also die Spielleitung sich hinstellt und sagt, der Schwerpunkt im neuen Zyklus soll auf den Kern des Spiels, die Politik gelegt werden, ist es durchaus legitim, dass die Spielleitung dies sagt – dafür wurde sie installiert. Die Umstände sind eben ab jetzt andere und nicht mehr jene, die es im Kronrat 1 und Kronrat 2 waren.

Ich denke, mancher hat sich mit der Einstellung hier engagiert, dass es eine Art „Kronrat 1 Reloaded“ wird. Nun, dem ist nicht der Fall. Das dies Enttäuschungen und Frustrationen hervor ruft, kann ich verstehen. Dies aber in lautstarken Protestbekundungen zu verbalisieren, die im Grunde nur die persönliche Unzufriedenheit mit dem Ist-Zustand postulieren, kann ich wiederum nicht nachvollziehen. Die Umstände sind nun mal jetzt andere – durch bockige Reaktionen und nicht zwingend sachlich in den Raum geworfene Anschuldigungen werden diese Umstände allerdings nicht verändert/verbessert.

Auch den angeschlagenen Ton der Spielleitung in den Kommentaren unter einigen dieser Reaktionen kann ich nicht nachvollziehen und auch nicht gut heißen. Wenn ein Spieler Frust ablässt, ist es die Aufgabe der Spielleitung darauf neutral zu reagieren oder am besten gar nicht.

Der Ton macht nämlich die Musik und diese klingt dato ein wenig schief. Uns wäre also allen damit gedient, wenn wir wieder zu einer sachlichen auf Argumenten basierenden Diskussion zurück kehren, in welcher auch in der Wahl der Wort ein gegenseitiger Respekt herrscht.
Wenn die Arena im Kronrat frei gegeben ist, darf auch wieder das unsachliche und scharfe Wort regieren, aber dato geht es darum, überhaupt erst Mal die Grundlage für eine neue Runde zu legen. Und da helfen uns sachliche Argumentationen definitiv weiter. Noch sind wir nicht im Kronrat.

Es existiert nun einmal jetzt eine Spielleitung. Und wenn diese Spielleitung sagt, dass gewisse Bedingungen, die in den Vorgängern existierten, nun nicht mehr existieren werden, dann ist dies nun mal so. Dafür wurde die Spielleitung ja geschaffen: das Spiel in einem definierten Rahmen zu leiten.

Sonst hätte Christian keine Spielleitung installieren brauchen. Da er aber nun einmal diese Absicht hegt, ist dies ein Umstand, welchen wir als Spieler akzeptieren sollten. Immerhin hätte man uns auch irgendetwas vorsetzen können, ohne zu fragen, nach der Mentalität „Friss oder stirb“ – aber das hat man nicht gemacht. Wir Spieler werden im Vorfeld eingebunden, um unsere Idee und Anregungen einzubringen.

Ich habe diese Diskussionsrunde z.B. auch nie als eine Art „Wunschzettel der Spieler“ verstanden (auch wenn Keleos dies als früheres Credo Christians geäußert hat). Wie gesagt, wir dürfen Anregungen und Ideen einbringen, ob sie übernommen werden, steht damit noch lange nicht fest. Mag ärgerlich für einige sein, aber es kann eben nicht alles untergebracht werden.

Daher wäre es sinnig, wenn die Spielleitung eine Art Moderation übernehmen würde. Dann wird auch die Energie nicht in Themenfeldern vergeudet, wo sie vielleicht eh nicht hinfließen soll, weil die Spielleitung dies im Grunde schon ausgeschlossen hat. Eine Öffnung der „Kopfwelten“ der Spielleitung wäre hier also wünschenswert. Denn dann können die Ideen und Anregungen gezielt eingebracht werden. Mag ein höherer Aufwand für die SL darstellen, aber dann können die dato aufgekommenen Frustrationen im Vorhinein aufgefangen werden.

Zu letzt: es ist ein Spiel! Nehmt es daher auch alle als das hin, was es eben ist. Der Rest ist schon ernst genug ;). Und verzeiht mir den „mahnenden Zeigefinger“, aber irgendwie schien das doch aus dem Ruder zu laufen.

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am 12. Okt 2009

Kommentare

@hihe: ich denke, dass ein anderes Problem entscheidender wird.Wir hatten eine SL,die komplett ignoriert wurde,weil sie keine Handhabe hatte. Das steht auch wieder bevor:entweder wird die SL ignoriert oder sie wird Spieler vergraulen. dazwischen sehe ich wenig.^^Aber schauen wir, wie es kommt.;) – Maurakin am 12. Okt 2009
Guter und wichtiger Beitrag. Danke. – Jakob am 12. Okt 2009
Volle Zustimmung. – Markus am 12. Okt 2009
Tja, Maura, wenn sie mal den Schiri machen, dann ist es schon verkehrt, das ist hier viel zu viel Laufarbeit für 2 Leute, oder einen, denn Chris will sich ja nur nehr um das Stadion / Spielstätte kümmern und ich denk mal, dass Jakob allein das Laufpensum nie schafft, die 22 ++++ rennen ihm weg – hihe am 12. Okt 2009
@ hihe: Im Moment übernehmen COM und Jakob die Rolle der FIFA und wir dürfen Vorschläge machen, später sind sie die Schiris... anders kann es auch nicht gehen. @Batu: Zustimmung. @Rest: So wie ich das verstanden habe, stehen z.B. Rassen noch auf der Liste, wo drübersteht "to be discussed"... – Maurakin am 12. Okt 2009
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