skip to the main content area of this page

Dies ist die Antwort auf den Beitrag: Zwei Schritte vor, einen zurück


Aufwerten
31
Abwerten
0

Hallo, allerseits – nur ein paar mehr oder weniger konstruktive Gedanken zur Ausgestaltung von rassenspezifischen Spielmechanismen (Halblinge, Zwerge, Elben, Menschen, leider keine Orks und Trolle). Auf den Punkt: die Idee wirft mehr Fragen auf, als sie löst. Das ist nicht schlimm, wenn es gelingt, wiederum auch diese Fragen zu beantworten.

.

Wie werden Privilegien IG-logisch begründet?

Warum sollten Halblinge eine Stimme mehr für eine Redebeurteilung abgeben dürfen als andere Rassen? Haben sie die Sitzungspräsidenten mit Pfeifenkraut bestochen?

Wie erklärt sich der günstige Preis für Menschen, eine Rede halten zu dürfen? Machen sie da von einer menschlichen Dominanz im Königreich Gebrauch?

Was befähigt Elben, günstiger Lobbys gründen zu können? Haben die einen Deal mit den Beamten fürs Vereinsregister?

Und wieso erholen sich zwergische Aktionspunkte schneller als andere? Steckt dahinter etwa ein geheimes, von Clanchef zu Clanchef tradiertes Zwergenbräurezept?

Ich orientiere mich an Christians Vorschlägen und bin mir darüber im Klaren, sie noch nicht in Stein gemeißelt zu sehen, sondern dass alle kreativen Köpfe hier mitaufgefordert sind, sich etwas Interessantes und Herausforderndes einfallen zu lassen. Nur bitte, bitte, bitte schmücken wir Besonderheiten wie diese derartig aus, dass sie aus der Perspektive eines Bewohners der Spielwelt nachvollziehbar sind. Es geht bei Rollenspielen schließlich um mehr als Regeln, nämlich um Immersion, das Sich-Hineinversetzen in eine in sich stimmige Welt. Persönlich halte ich es für ziemlich egal, wie eine Welt aufgebaut ist und ob sie ansatzweise mit der Realität korreliert, solange ihre Regeln innerhalb dieser Welt sich aufeinander beziehen und eine innere Logik entfalten.

.

Wie wirken sich Privilegien auf die Spielbalance aus?

In meinem Kommentar unter Christians Beitrag wies ich auf RIESIGE Auswirkungen hin. Das war nur so dahergesagt, ich wollte bloß Aufmerksamkeit für diesen Aspekt erzeugen. Dann fiel mir wieder ein, wie wenig hier los ist und welchen Sturm im Wasserglas ich damit schon erzeugt haben könnte, also habe ich mir dann doch selber ein paar Gedanken gemacht.

.

Permanente Vorteile und positives Feedback

So nenne ich Vorteile, die im politischen Betrieb des Kronrats ständig zum Tragen kommen, daher einen ständigen Nutzen haben und die von ihnen profitierenden Spieler in einen Kreislauf aus positivem Feedback setzen. Die Möglichkeit, Ansprachen mit einer Stimme mehr beurteilen zu können, ist ein besonders mächtiger Vorteil, weil das Spiel zum größten Teil aus Ansprachen besteht und sich bereits in der Vergangenheit in Kronrat 2 spannende Lagerkämpfe um die Gesamtwertung einer Rede gespannt haben. Leider wiesen sie ebenfalls mangelnde Balance auf, denn besonders kompetente Kommentatoren konnten ab einem Niveau von 8, 9 oder 10 Kompetenzpunkten ziemlich effektiv den Aufstieg von Rivalen behindern: ein perfektes Beispiel für dauerndes positives Feedback für Kompetenzkönige. Wir sollten diesmal mehr auf die Balance achten.

Ein drittes Beispiel für permanente Vorteile ist die Regeneration von Aktionspunkten.

.

Nicht-permanente Vorteile

Offensichtlich der Rest. Obwohl es sicher praktisch ist, einen Elben zum Verbündeten zu haben, der einem für ein paar Punkte günstiger die wichtigen Lobbys gründet, werden Lobbys nach meiner Erinnerung ja eher selten gegründet, nämlich wenn man sie benötigt und nicht schon seine drei, vier Geheimlogen hat, die genauso gut dafür herhalten könnten. Von diesem Vorteil wird der Elb also vermutlich nicht täglich, bestimmt nicht wöchentlich und vielleicht nicht einmal monatlich Gebrauch machen. So ein Elb würde ob dieser Erkenntnis ziemlich bald seine Elixiere gegen Zwergenbräu tauschen wollen.

Manche Spieler wollen unbedingt einen Elben spielen, die nehmen diesen Nachteil gegenüber den Zwergen und Halblingen inkauf. Aber denken wir an die BigPoint-Gamer, die uns hoffentlich bald überfluten werden und die voller Vorfreude ihren Elben-Charakter erstellen, nur um nach ein paar Tagen (wenn sie nicht an der Härte des Spieleinstiegs scheitern, die nicht zu bestreiten ist) zu merken, dass der ja „nichts drauf“ hat.

Missversteht mich nicht, das Vorhaben, Unterschiede zwischen den Rassen mit Belang zu entwerfen, ist super und vielleicht genau die Ergänzung, die dem Spiel bisher gefehlt hat. Man muss nur im Hinterkopf behalten, welche Spielhandlungen tatsächlich täglich entscheidend sind, damit es nicht zu einem extremen Ungleichgewicht in der Anzahl der aktiv bespielten Rassen – oder gar zu Enttäuschung kommt.

Das Sinnvollste, Christians um eigene Vorschläge zu ergänzen, mache ich jetzt nicht mehr. Aber ja vielleicht ja die Tage – oder ihr habt selber die Mörderideen, die ihr loswerden wollt. Bald. Heute. Jetzt! ^^

Ach ja, nachdem ich dem Fehler lange Zeit nicht mehr begegnet bin, hat er mich gerade wieder erwischt. Ich habe mich im Firefox eingeloggt und wollte auf Christians Rede antworten: „500 Interner Fehler: Etwas Furchtbares ist geschehen, weshalb wir aktuell nicht in der Lage sind Deine Anfrage zu verarbeiten.“ - Um diesen Beitrag zu schreiben, habe ich kurz Rekonq statt Firefox benutzt, damit hatte ich dann keine Probleme. Das könnte noch ein Showstopper-Bug sein. :/

Danke aber für die unheimliche Arbeit, die du hier in dieses Projekt steckst, Christian! Das sollte schon noch mal eine Würdigung erfahren.

Kommentare

Persönlich brauche ich keine Ingame-Rassenvorteile. Es reicht mir schon das man die Charaktere Rassentypisch spielt was in der Vergangenheit im Großteil sehr gut geklappt hat. – Hochmeister am 27. Jan 2011
Meine volle Zustimmung. Die von mir genannten Vorschlagen waren nur als Beispiele genannt, um einmal eine Diskussionsgrundlage zu schaffen. Ich bin hier offen für DIE gute Idee. Auch ich hatte daran gedacht, Zwerge mehr als mürrische Grantl'er darzustellen, die eher negativ bewerten können und die Gut-"Menschen" Elfen eher positiv. Etwas in der Art. Aber bitte hier brauche ich Euer Feedback und Eure Vorschläge. – Christian am 27. Jan 2011
Du hast recht, selbstverständlich müssen Unterschiede bei Rassen bei Spielfunktionen irgendwie Ingame begründet sein. Auch die Ausgewogenheit ist wichtig. Man sollte da irgendwie die Klischees der Rassen heranziehen, wie man sie aus den einschlägigen Romanen kennt. Spontan fällt mir auch nichts ein, aber das kommt sicher noch ;-) – Markus am 26. Jan 2011

0 Antworten

Suchst Du nach weiteren Beiträge zum Thema oder willst Du vielleicht einen eigenen Beitrag schreiben?

Neu hier?

Hier kannst Du einen Beitrag eines Mitglieds einsehen, kommentieren und bewerten.

» Hilfe

Themen

x 5

x 3

x 3

x 34

geschreiben

26. Jan '11

Leser

658 Stück

Kommentare

3 Stück

Antworten

0 Stück

letzte Änderung

08. Feb '11