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Dies ist die Antwort auf den Beitrag: Religion


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Ein interessanter Punkt, den Markus hier aufwirft. Er wirft die Frage auf, ob man eine oder mehrere Religionen in der Hintergrundgeschichte verankern und damit den religiösen Hintergrund der Spielwelt praktisch vorgeben sollte. Diese Idee hat aus meiner Sicht Vor- und Nachteile.

Die Vorteile:

1.) Es ist zweifellos stimmiger und "realistischer". Zu einer Fantasy- bzw. mittelalterlichen Welt gehört zweifelsohne ein entsprechender religiöser Hintergrund. Ein Großteil der Konflikte, aber auch der Gesellschaftsordnungen im realen Mittelalter, als auch in den meißten Fantasywelten sind religiös motiviert.

2.) Vorgegebene Religionen bieten den Spielern eine weitere Möglichkeit sich in Gruppen zusammenzufinden, die miteinander in Konflikt stehen oder verbündet sein können.

3.) Das unkontrollierte Auftauchen von neuen Religionen wird verhindert oder zumindest erschwert. Nicht jeder kann so einfach eine neue Glaubensrichtung ausrufen (dessen Anführer er natürlich auch ist) und so eine größere Legitimation (durch Vertretung seiner Glaubensanhänger im Rat) beanspruchen.

Die Nachteile:

1.) Die Religion in der Hintergrundgeschichte mit zu verarbeiten, wirkt dem Ziel entgegen diese so einfach und kurz wie möglich zu halten. Die Gefahr besteht, dass im Bemühen den religiösen Rahmen der Spielwelt zu definieren, die Hintergrundgeschichte unnötig aufgebläht wird.

2.) Je nachdem wieviele Vorgaben man zur Religion machen will und wie bindend diese sein sollen bedeutete es auch einen zusätzlichen Aufwand der Spielleitung diese Vorgaben während des laufenden Spieles zu überwachen und womöglich korrektiv einzugreifen.

3.) Die kreative Freiheit der Spieler wird eingeschränkt. Es wäre nur schwer möglich einen vielleicht interessanten Religiösen Ansatz auszuspielen, wenn dieser in der vorgegebenen Welt nicht vorgesehen ist oder ihr gar widerspricht. Auch muss gewährleistet sein, dass sich die vorgegebenen Religionen weiterentwickeln können. Ist nun aber die Abspaltung eines radikalen Flügels einer Religion eine Weiterentwicklung oder quasi eine Gründung einer neuen Glaubensgemeinschaft? Ist das erlaubt oder unmöglich? Fragen, die wieder die Spielleitung im Einzelfall zu klären hätte.

Ich persönlich komme zum Fazit, dass eine gewisse Vorgabe von Grundreligionen schon Sinn macht. Ich würde diese aber auf maximal 3 verschiedene Glaubensgemeinschaften beschränken. Davon könnte eine als die dominierende (Staatsreligion?), eine als die akzeptierte und eine als die verbotene definiert werden. Die Umsetzung dieses Ansatzes müsste in der Hintergrundgeschichte so verarbeitet werden, dass einerseits die von mir genannten Vorteile zum tragen kommen und andererseits die Nachteile möglichst gering gehalten werden. Eine konkrete Idee, wie ein solcher Abschnitt in der Hintergrundgeschichte aussehen könnte habe ich spontan nicht.

Kommentare

Ich glaube die Religion sollte den Spielern überlassen bleiben und nicht von uns vorgegeben werden. – Jakob am 29. Sep 2009
Wie es mit den Religionen weitergeht muss die SL nicht überwachen, das sollte Sache der Spieler sein. Weitere kleine Religionsgemeinschaften können natürlich immer auch während des Spiels "entdeckt" werden. – Markus am 29. Sep 2009

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29. Sep '09

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29. Sep '09